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Was du als Schwangere überhaupt nicht gebrauchen kannst:

Wenn auf dem Waldspielplatz von Mücken zerstochen wirst (sieben Stiche durch die Hose!), alles anschwillt und brennt und die Apothekerin sich weigert, dir eine beknackte Tube Fenistil zu verkaufen.

Ich hab gedacht, ich spinne, als ich nach einer verdammt harten Nacht morgens in die Apotheke getapert komme und mir eine minutenlange Moralpredigt anhören muss.

Ich (mit Hinblick auf Heuschnupfen, Nasenspray, Antibiotika, etc): „Wenn Sie wüssten, was ich in der Schwangerschaft schon alles eingeschmissen habe!“

Sie: „Nein, ich kann es Ihnen nicht verkaufen. Sie können es natürlich kaufen – aber ich kann es Ihnen nicht verkaufen.“

Ich: „?!? Wie soll ich es denn kaufen, wenn Sie es mir nicht verkaufen?“

Sie: „Sie könnten ja jetzt sagen, es ist für Ihren Mann.“

Ja könnte ich… Aber nach der gedrückten Kassette hätte ich mich doch ziemlich dämlich gefühlt. Also ab nach Hause und mit Quark eingeschmiert. Effekt gleich null 😫😫😫

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Mama sein und fit bleiben – wie soll das gehen?

Abends bin ich viel zu fertig für die Muckibude. Joggen im Wald ist dank Kugel auch nicht mehr = Wabbelalarm! Ich baue auf das hier als ultimative Lösung:

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Ein Side-Stepper, für 25 Euro bei eBay Kleinanzeigen geschossen (aber auch neu mit 50 Euro absolut erschwinglich).

Der Plan: zwei Mal in der Woche hiefe ich mich da rauf. Z.B. wenn die Kids im Bett sind, mein Freund aber noch nicht da. Drei Mal war ich schon: Herrlich! Perfekt! Vor allem jetzt, wo ich nicht mehr groß springen kann, ohne dass gleich irgendwas platzt. Ist klein und lässt sich easy unter die Couch schieben. Ist leise und der Anstrengungsgrad ist genau meins (du schwitzt und wirst rot, kotzt aber nicht). Außerdem lässt es sich dabei herrlich (Blogartikel) schreiben.

Im Moment also totale Begeisterung. Auf der anderen Seite: Es kommt sicher nicht von irgendwo, dass praktisch alle gebrauchten Stepper mit Sätzen wie „neuwertig“ / „praktisch nie benutzt“ / „quasi neu“ angepriesen werden 😉

UPDATE ÜBER EIN JAHR SPÄTER: 3x benutzt. Verdammt!

Verzweifelt gesucht: Besinnliche Momente in der (dritten) Schwangerschaft

In meiner ersten Schwangerschaft lag ich manchmal einfach nur auf dem Bett und hab mich vor mich hingefreut. Ich habe mir die Spieluhr auf den dicken Bauch gelegt, Musik gehört und genossen. Ich ging zum Schwangerschafts-Yoga und -Aquafitness, war ständig auf dem Stepper, schnibbelte mir Obstsalate und trank Schwangerschaftstee. Kinder-Erste-Hilfe-Kurs, Geburtsvorbereitungskurs. Als es dann irgendwann losging, hatte ich praktisch alles erledigt und erlebt, was idealerweise zu einer Schwangerschaft dazu gehört.

Bei Schwangerschaft Nummer zwei wurden diese besinnlichen Momente schon rarer. Ich weiß noch, dass ich mich über jede „geschaffte“ Woche gefreut habe. Aber Zeit, nur auf der Couch zu liegen und sich gedanklich in Vorfreude zu wälzen, hatte ich nicht mehr – selbst die 10er-Karte beim Yoga habe ich nicht mehr vollbekommen.

Jetzt bin ich zum dritten Mal schwanger und die Zeit ist nur noch am Rasen. Hätte ich nicht meine App, die mich jeden Samstag erinnert – ich wüsste gar nicht, in welcher Woche ich bin. Ich war noch nicht 1x in irgendeinem Schwangerschaftskurs, auch andere sportliche Aktivitäten sind selten geworden.
Wenn ich abends im Bert liege, freue ich mich über jeden kleinen Tritt im Bauch – aber bevor ich mich in diese Baby-Vorfreude richtig reinlegen kann, bin ich schon erschöpft eingeschlafen.

Darum, Mädels, falls Ihr zum ersten Mal schwanger seid: Gammelt rum. Schlaft! Macht Sport oder worauf Ihr einfach Bock habt. Diese Zeit kommt nie wieder!

Cytomegalie oder: Von der Unmöglichkeit, nicht den selben Löffel zu benutzen

Es liest sich ja wirklich unheimlich. Cytomegalie: Bis zu 1% aller Schwangeren infizieren sich mit diesem Virus, mit einer 40%igen Wahrscheinlichkeit überträgt es sich auf den Fötus. In den ersten sechs Monaten kann das für das ungeborene Kind lebensgefährlich sein… Horror.

In der letzten Schwangerschaft würd ich monatlich auf Cytomegalie getestet (im Rahmen einer Studie), jetzt kann ich nur noch Vorsorge treffen. Meine Frauenärztin trichtert mir immer wieder ein: Das Virus wird vor allem von Kleinkindern übertragen. Also nicht vom selben Teller essen oder das gleiche Geschirr benutzen.

Aber das ist einfach unmöglich! Essen ist bei uns manchmal ein: ich fütter dich / du fütterst den nächsten / du darfst von mir probieren / wir tauschen den Teller und vor allem: Mutti isst die Reste auf! Es wäre eine krasse Lebensmittelverschwendung, diese strickte Trennung durchzuziehen.

Und was ja noch viel Schlimmer ist: Theoretisch dürfte ich meine Kinder gar nicht mehr schmusen! Kein fröhlicher Begrüssungskuss, wenn ich meinen Sohn vom Kindergarten abhole. Kein feuchter Schmatzer von meiner Kleinen, bevor es ins Bett geht.

Sorry, darauf kann doch nicht neun Monate lang verzichten!!!

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Die No-Go-Frage an alle Mütter. Mir wurde sie gestellt!!!

Ich habe immer noch ein bisschen Schnappatmung bei dieser Geschichte…. 

Ein Freund von uns ist gerade für ein paar Tage hier. Gestern Abend kam er an, ich mit den Kiddis alleine. Er setzt sich auf die Couch, guckt auf meinen Bauch – und dann sagt er es wirklich:

„Sag mal… ey… bist du wieder schwanger?“

Röchel, keuch, japs nach Luft… und das genau drei Monate nach der Geburt! Mich überkamen unglaubliche Lynch-Gelüste… Ich wollte ihn teeren, federn, in einen Sack stecken und wild draufrumkloppen, aber stattdessen habe ich ihm einfach nur gesagt, dass er offensichtlich nicht ganz dicht sei, das zu sagen. Er meinte noch zur Verteidigung, er kenne sich halt mit Schwangerschaft und so nicht so gut aus…

Oh mein Gott! Das ist doch das ABC der Benimmregeln habe ich ihm noch mitgegeben und obwohl es mich seeeeehr juckte, habe ich es dann dabei belassen. Ich will ja auch die Stimmung für die nächsten Tage nicht komplett versauen.
(Das Eis, das ich mir noch für den Abend gekauft hatte, hab ich dann aber doch nicht mehr gegessen…. 😝). 

Bauch und Bier

Eine Kombination, die viiiiiele viele (böse) Blicke auf sich zieht!

Jetzt am Wochenende war ich mit meiner Schwester auf dem „Schweizer Straßenfest“. Wir haben uns beide ein alkoholfreies Hefe geholt, sind damit die Straße einmal rauf und runter – und ich konnte mir überhaupt nicht erklären, warum wirklich ALLE komisch geguckt haben, bis ein Typ auf mich zukam und fragte: „Ist da Alkohol drin?!?“

Ich: „Na klar! Mit so einem richtig schönen Kater gebärt es sich am Besten!!!“

(Ok, diese Antwort ist mir erst im Nachhinein eingefallen… :-/ )

Kurz vor’m Platzen in der Bahn

Kurz vorm Platzen in der Bahn

Mit meinem Medizinball vorne dran steige ich wie jeden Morgen in eine brechend volle U-Bahn. Keine Sau steht auf, ich schaffe es gerade noch, einen Platz an einer Stange zu finden, an der ich mich festkrallen kann. Schon nach der zweiten Station komme ich ins Schwitzen und gucke in die Runde, wer denn da so schön gemütlich auf seinem dicken Hintern sitzt.

Den Kindern mache ich keinen Vorwurf, die wissen es einfach nicht besser. Bei vielen jungen Frauen nehme ich einfach mal an, dass sie selber noch nicht (hoch)schwanger waren – ich wusste es bis vor 2 1/2 Jahren auch nicht besser, wahrscheinlich hatte ich auch kein Auge für Kugelbäuche.

Aber wer mich am meisten aufregt, sind die Männer. Die sehen doch genau, dass da jemand einen dicken Ranzen vor sich herschleppt, glupschen aber trotzdem verstohlen in der Gegend herum. Ich tagträume dann davon, zum größten Fetti von allen zu gehen und zu sagen: „Entschuldigen Sie bitte, ich weiß, Sie sind mindestens drei Mal so fett wie ich, aber: Sie haben das in vielen Jahren aufgebaut – mit Bier, Fett und Zucker. Bei mir hingegen ist das alles nur in ein paar Monaten gewachsen und das macht’s ganz schön anstrengend – also move your ass!!!“

(In der Realität ist es dann aber deutlich unspektakulärer. So wie heute morgen: Irgendwann steigt jemand aus, ich kann mich endlich hinsetzen, die Beine ausstrecken – und entdecke auf meinem linken Hosenbein Hunderttausend Joghurt-Flecken von meinem Sohn von heute morgen – vielleicht hätte ich doch länger im Stehen aushalten sollen 😉 )