Terrorkinder (die auch noch heulen)

Herrliches Szenario neulich in unserem Musikgarten (für Kinder von 1 bis 3): Ein ganz süßes zweijähriges Mädchen war ausnahmsweise mal nicht mit ihrer Mutter, sondern mit ihrer Tante gekommen (die Mama war krank). Leider hatte diese Tante auch ihren 10jährigen super nervigen Sohn mitgebracht – der hat den ganzen Laden sowas von aufgemischt: Mit Kissen und Bällen geworfen, rumgebrüllt, wild durch die Gegend gelaufen – das haben die Kleinen natürlich nachgemacht, so dass ein mega Chaos entstand.

Die Mutter hat kein Sterbenswörtchen gesagt, so dass es an der Kursleiterin war, ihn irgendwann mal an eine andere Stelle unseres Sitzkreises zu setzen. Da hat er Rotz und Wasser geheult! Ich dachte, ich seh nicht richtig!

Viel genützt hat es nichts, denn kurze Zeit später ging die Terrorshow weiter – ganz am Ende ist er dann nochmal mit Schuhen quer durch die Halle gerast (Kissen-werfenderweise), da rief die Kursleiterin: „Mit Schuhen dürft ihr nicht in die Halle!“ Da plärrte er sich wieder einen ab und die Mutter brüllte: „Jetzt weint er in diesem Kurs schon zum zweiten Mal, das kann doch nicht sein!“ Und die Kursleiterin brüllte zurück: „Na, das ist DEINE Schuld, denn DU musst ihm Grenzen setzen und ihm sagen, wenn er was nicht machen soll!“

Daraufhin ist die Mutti stinksauer abgedampft – bitte, lass sie nicht wiederkommen!

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Frauen und Kinder zuletzt

Wo steht eigentlich geschrieben, dass sich alle, aber auch ALLE, vor die Frau mit Kinderwagen drängeln müssen, um in den Bus einzusteigen?
Ich fahre täglich mindestens zwei Strecken und bin jedes Mal wieder entsetzt. Heute hat sich tatsächlich noch eine Oma mit Rollator geradezu wüst an mir vorbeigequetscht, um ja noch vor mir in den Bus zu kommen.
Es heißt ja „Der wahre Charakter eines Menschen zeigt sich, wenn im Supermarkt die zweite Kasse öffnet.“ Ich hingegen behaupte: „… wenn eine Frau mit Kinderwagen an der Bushaltestelle steht und der Bus kommt“!!!! :-/

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Krank? Stay home please!

Da werde ich echt knatschig: Wenn Eltern ihre erkälteten Kinder in unsere Spielgruppe bringen. Wenn die uns anstecken, kann ich einpacken.

Dann werde ich jede Stunde nachts wach gemacht, und die Laune der Kids wird unterirdisch. Es wird also nicht nur geschnieft und gehustet, sondern auch noch Essen verweigert, gemotzt, geplärrt, gebrüllt. Nach so einer Kinder-Erkältung bin ich fix und fertig.

Darum war ich diese Woche schon kurz davor, aufzustehen und zu gehen, als ein Kind in unserer Spielgruppe keuchte wie verrückt (und dann noch Tücher ansabberte, die sich später die anderen Kinder schnappen). Ein anderes Mal schleppte ein Vater sein offenkundig total krankes Kind an. Das lag irgendwann nur noch mit rotem Kopf auf einer Matte und starrte an die Decke. Ich habe damals nichts gesagt. Aber mittlerweile bin ich soweit, dass ich eine kleinen Aufstand machen würde.

Natürlich kann man seine kranken Kinder nicht nur zuhause hocken lassen. Und bei einer laufenden Nase sag ich gar nichts. Die kommt ja ständig vor. Aber wenn eine Erkältung schon weit darüber hinausgeht, dann bitte nicht in einen kleinen Raum mit vielen Kindern schleppen – vor allem, wenn es nicht sein muss! Spielgruppe, Hallo!!! Nur damit das eine Kind eine Stunde Abwechslung hat, müssen ganze Familien tagelang leiden!!!

Siehe auch: Ein geiles Teil!

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Zum Weihnachtsfest gibt’s diesmal: keinen Kindergarten-Platz!

Ja, ich wollte mich einschleimen, als ich mir letzte Woche zwei Kindergärten angeguckt habe. Hat aber nichts genützt, ein Besuch war frustrierender als der andere:

1) Super schöner Kindergarten bei uns um die Ecke. Der Leiter macht mir von Anfang an keine Hoffnung: Mein Sohn ist ein Novemberkind (Chancen gering), wir gehören nicht zum direkten Einzugsgebiet (Chancen = null) und dann zeigt er mir noch seine Horror-Mappe: Auf 14 freie Plätze im nächsten Jahr kommen 150 Bewerbungen (gibt es Chancen im Minusbereich?!?)!

2) Einrichtung bei uns direkt gegenüber. Mehrere Eltern sind zum Besichtigungstermin gekommen.
Leiterin: „Sie waren doch schon mal hier!“
Ich: „Ja, vor zwei Jahren. Da ging es mir um einen Kitaplatz, jetzt um den Kindergarten.“
Sie (guckt erstaunt): „Kindergartenplätze haben wir gar nicht.“
Ich: „Wieso haben sie mich dann überhaupt eingeladen?“
Sie (zeigt auf mein Baby): „Na, Sie haben doch ein kleines Kind!“
Ich: „Ja, aber für die habe ich schon einen Platz bei der Tagesmutter.“
Sie: „Kindergartenplätze haben wir nicht.“
Ich: „Aber draußen steht doch: ‚eine Gruppe bis sechs Jahre‘.“
Sie: „Ja, aber da wird nichts frei.“
Ich: „Dann kann ich jetzt wohl wieder gehen.“
Sie: „Ja, tut mir leid.“
Ich: „Tschüss.“
Sie: „Tschüss.“

:-/ :-/ :-/

Ochsentour Kindergarten

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Thanx for sharing… 

Ja, es gibt eine ganz bestimmte Sorte uuuuuunglaublich nerviger Menschen.  Nämlich die, die du überhaupt nicht kennst, die aber trotzdem einen super beknackten Spruch parat haben, wenn dein Kind brüllt.
Dieser hier kam zB von einer Frau, vielleicht Mitte 40, als die Häselbacke im Drogeriemarkt einen kleinen Kreischanfall bekam:

„Du siehst so hässlich aus, wenn du schreist.“ (aha, beeindruckt ihn sicher sehr).

Und dieser hier ist auch der Hammer, davon hat mir grad eine befreundete Mama berichtet: Sie ist ebenfalls im Drogeriemarkt, an der Kasse. Ihr Kind (2 Jahre alt) brüllt. Da dreht sich eine ältere Frau um und sagt:

„Ein paar Schläge auf den Hinterkopf würden dir ganz gut tun.“

Ahhhhhhhh, unglaublich!!!

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Hausfrauen-Frust

Ich gebe zu: Wenn ich in Elternzeit bin, lege ich eine gewisse „Grund-Gereiztheit“ an den Tag. Ich bin nämlich leider ein Typ, der ständig greifbare Erfolge braucht. Dinge, die man geleistet hat und die man dann mit einem großen Glücksgefühl von der To Do-Liste streichen kann: Sport machen, Sachen kaufen, Termine machen, wichtige (berufliche) Gespräche, Wohnung aufräumen, Möbel hin- und herschieben, irgendwas wegsortieren, … also alles, was man nachher sieht oder zumindest spürt (siehe Sport).

Als Hausmutti hat man das alles einfach nicht! Sieht ja keiner, dass man erst das eine Kind gewickelt hat und dann das andere und dann schon wieder das erste (und man es im Extremfall auch gleich baden muss, was übrigens auch keiner sieht). 

Merkt ja keiner, dass man alles, was vom Mittagessen auf dem Boden gelandet ist, auf Knien wieder weggeputzt hat. Fällt leider auch nicht besonders auf, dass man dringend noch mal das ganze Wohnzimmer gesaugt hat, weil der halbe Spielplatz sich plötzlich darin befand. Und dass man auf eben diesem Spielplatz den ganzen Vormittag verbracht hat, den kreischenden Säugling vor sich herschleppte, Fußball spielte, sich mit Kreide die Hose versaute,… landet leider auch nicht in den Annalen des Alltags. 

Ja und sowas wie Waschmaschine oder Geschirrspülmaschine ausräumen fällt mit zwei Kindern sowieso nicht mehr auf, weil kurze Zeit später beide Maschinen wieder voll sind und somit ratz fatz in ihren Ursprungs-Zustand zurückversetzt.
Am Schlimmsten finde ich aber, dass ich das Stillen nicht als „greifbaren Erfolg“ verbuchen kann. Da hockt man auf den Tag gerechnet mindestens zwei bis drei Stunden auf der Couch, investiert also wirklich meeeega viel Zeit, tut dabei auch noch etwas Gutes, würde es aber niemals auf die To Do-Liste setzen.

Obwohl man sich also den Arsch aufreißt, hat man (bzw. ich) ständig das Gefühl, nichts zu leisten! Als mein Freund dann auch noch einen (eigentlich semi-schlimmen) Kommentar zu unserer Wäschesituation losließ (der Berg mit frisch gewaschener Wäsche wurde immer höher, die Schränke der Kinder immer leerer, so dass man sich erst durch einen riesigen Wäschewust wühlen musste, bis man zB eine Hose fand), bin ich gleich abgegangen wie eine Rakete. Denn genau das, Wäsche wegräumen, eventuell ja doch ein Fall für die To Do-Liste, hatte ich vor lauter Stress in den vergangenen Tagen nicht geschafft :-/