Hab da mal meine Jackentaschen ausgeleert

Eindeutig ‘ne Muddi 😉 (den Sand hab ich aus ästhetischen Gründen mal weggelassen…)

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Das Phänomen der „Verkrämpelung“

Auf dem Esstisch liegen: 9 Stifte, 3 mehr oder weniger ansehnliche selbstgemalte Bilder, eine Barbie, zwei kleine Autos, ein paar Lego-Teile, ein Haarreif. Jetzt gibt‘s aber Essen und wo wandern die ganzen Sachen hin? Na klar: in eine Krämpelkiste. 

Gedacht als provisorische Aufräumlösung mit dem festen Vorsatz, alles nachher wieder auseinander zu dividieren. Stichwort Überblick. Haha. In Wirklichkeit bleiben alle Sachen für immer und alle Zeit in dieser Kiste drin und etliches anderes Kuddelmuddel gesellt sich alsbald noch dazu. Überblick? Das ist lange lange her. 

Bei mir in der Wohnung gibt es diese Krämpelkisten an jeder Ecke. Ich muss nur einen Tag lang mal nicht ständig alles penibel wegräumen und schon hab ich den Inhalt für eine neue zusammen. Und dann kommt noch ein Ball dazu, und eine Fussballfahne, und leere CD-Hüllen, Puppenteile, Stofftiere, einsame Memory-Karten, … um das alles wieder in Ordnung zu bringen, müsste ich mir mindestens eine Woche Urlaub nehmen!

Das wird natürlich nicht passieren – also besser mit dem Sammelsurium an nicht zusammengehörenden Spiel-, Bastel- und Malsachen abfinden und auf den Überraschungseffekt setzen („Ach da ist sie ja wieder!!! Die Puppe von der Oma!“) 

Danke, liebe Krämpelkiste! 😉

🎨 Muddi-Tusch-Bilanz 🖌

5 Minuten aufgebaut: Tischdecke, Wassergläser, Tuschkästen, Papier, Pinsel. 

3 Minuten diskutiert, warum es (verdammt noch mal!) wichtig ist, eine Schürze anzuziehen. 

3 Minuten die Farben so aufgeteilt, dass jeder gleich viele und seine Lieblingsfarbe hat und nicht mehr brüllt. 

12 Minuten den Kindern beseelt beim Tuschen zugeguckt

3 Minuten rumgemeckert, warum nach 12 Minuten hier keiner mehr Bock aufs Tuschen hat!!!

7 Minuten alles weggeräumt, Pinsel, Gläser, Tuschkasten sauber gemacht, Bilder zum Trocknen weggelegt

14 Minuten auf dem Boden rumgerobbt, um Farbspritzer auf Boden, Wand und Kinderstuhl wegzuwischen

20 Minuten über diese miese Tusch-Bilanz nachgedacht…. 😉

Weihnachtszeit = Erpressungszeit


Ok, eigentlich erpresse ich das ganze Jahr über, ohne „wenn dann“ läuft hier gar nichts, aber niemals sonst ist diese Erziehungsmethode so effektiv wie in der Weihnachtszeit! „Wenn du jetzt nicht vernünftig Zähne putzt, dann versteck ich morgen deinen Advenskalender!!!“ „Wenn ihr jetzt nicht endlich von der Treppe runter und ins Bett geht, dann petz’ ich das dem Weihnachtsmann!“ „Wenn du jetzt weiterschreist, gibt es Heilig Abend GAR KEINE Geschenke!!!!“ Funktioniert! Herrlich! Also wenn mich jemand fragen würde, warum ich Weihnachten mag: Weil ich meine Kinder dann so wunderbar erpressen kann! 😃

(PS. Mir graut schon vor Januar….)

Lieblingssatz einer befreundeten Mama


Muddi-Treff im Café. Ich erzähle, nicht ohne pädagogischen Stolz, dass ich immer mit meinen Kindern male. Vor dem Frühstück, nach dem Abendbrot, ich zeichne vor, sie malen aus, unfassbarer Stifteverbrauch. 

Meine Freundin: „Und weißt du, was das Gute ist, wenn du mit deinen Kindern malst?“

Ich (gedanklich): „Weil sie dann ganz kreativ werden? Weil es die Mutter-Kind-Beziehung stärkt? Weil es unfassbar gut für ihre körperliche und seelische Entwicklung ist?“

Sie: „Weil sie dann richtig schön lange die Schnauze halten.“

🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣

Mehr davon: Lieblingsspruch einer stillenden Mama

Sätze, die eigentlich nie an die Öffentlichkeit gelangen dürften 

Ich zu meinem Sohn (5): „Jetzt hör mal auf, mich die ganze Zeit rumzukommandieren. Du bist hier nicht der Chef!“

Meine Tochter (3): „Papa ist hier der Chef.“

Ich: „Wiebitte?!? Nix da! Papa ist überhaupt nicht da!!! Wer macht denn hier gerade alles? Wer spielt mir Euch, holt Essen und Trinken usw?!? ICH!!! Also ICH bin hier der Chef!“

Sie: „Nein. Du bist eine Mama.“

Arrrrrrggggggggggg!!!! 😤😤😤

Geil: Wenn deine Stadt so tolle Kinder-Events veranstaltet


Ich bin einfach nur begeistert. Von den Frankfurter Opernspielen, die wir am Wochenende besucht haben. Ein riesiges Spieleparadies im Park hinter der Alten Oper: Mehrere Hüpfburgen nach Alter unterteilt, kreative Ballspiele im Brunnen, Schiffchen, Kletterbälle, Zugfahren, … der Burner. Und fast alles kostenlos. 

Ich muss wirklich ein dickes Lob loswerden an den Verein, der all die Spielgeräten stellt: An den Abenteuerspielplatz Riederwald e.V., quasi auf allen Kinderfesten in Frankfurt präsent. Alle Geräte top in Schuss und von freundlichem Personal betreut. 

Wir waren gute drei Stunden da und abgesehen davon, dass unsere dreijährige irgendwann plötzlich weg war (Panik! Sie war zum Karussell gelaufen…) hatten wir eine sensationelle Zeit. Dankeschön! 😊

Was taugt die Legobaustelle?

Bei dem Sauwetter haben wir sie jetzt auch mal ausprobiert: Die Legobaustelle im Architekturmuseum. Du zahlst in den Ferien drei Euro Eintritt und baust mit kleinen Legosteinen drauflos – im Idealfall kommt ein Haus dabei heraus. 

Ein Besuch, bei dem ich mal wieder gedacht habe: Was macht man nicht alles für seine Kinder 😬

Wir mussten Nummern ziehen, gute zehn Minuten warten (mit drei kleinen Kindern halt einfach nervig), es war im Legoraum so stickig, ich saß auf Matten und frickelte vor mich hin, bis mir die Beine einschliefen. Sobald wir zu „laut“ waren, kam eine Wärterin und meckerte. Ich hatte schon nach drei Minuten das dringende Bedürfnis, abzuhauen, aber das konnte ich dem einzig motivierten Familienmitglied (meinem fünfjährigen Sohn) nicht antun. 

Mit Baby auf dem Schoß und dreijähriger im Arm (eindeutig zu jung), haben wir letztlich noch ein lustiges Freestyle House zusammengekloppt. 

Naja und Abends, beim Zubett-Gehen fiel dann eben noch der Schreckens-Satz: „Mama, da will ich nochmal hin!“ 😱

Wenn Eltern ihre Kleinkinder alles allein entscheiden lassen

Erlebe ich echt immer wieder und letztens, auf einer Zugfahrt von Kiel nach Frankfurt, in seiner nervigsten Form: Zu uns in den Familienbereich kam eine Mutter mit ihrer dreijährigen Tochter. 

Eigentlich total symphatisch – bis zu dem Punkt, als wir am Hamburger Hauptbahnhof im Unwetterchaos stecken blieben. Mama und Kind wollten einen Zugtrip nach Göttingen machen, der dazugehörige Papa fuhr abends mit dem Auto hinterher. 

Nun gab es aber eben das Problem, dass der Zug nicht weiterfuhr. Und die Mutter stellte (eindeutig einseitig motiviert) die Frage, die bald Ohrwurm-Charakter annahm: 

„Duuuu, Hendrike, wir können jetzt auch wieder aussteigen und zurückfahren und heute Abend mit dem Papa im Auto nach Göttingen fahren. Sollen wir das machen?“

Hendrike sagte: „nein“. Klar, es war ihre erste Bahnfahrt und sie durfte in Mamas Handy Peppa Wutz gucken. Die Mama ließ aber leider nicht locker und fragte im 15-Minuten-Takt immer wieder nach. Da wir über drei Stunden im Hbf festhingen, hörten Hendrike und alle anderen Fahrgäste diese eine Frage der Mama gute zwölf Mal. Immer wieder: „Hendrike, wir könnten jetzt auch….“ 

Am liebsten hätte ich irgendwann gesagt: „Himmel!!! Deine Tochter ist drei! Sie KANN das nicht entscheiden, weil sie logischerweise nicht blickt, dass wir hier feststecken und weil sie überhaupt nicht einschätzen kann, was das jetzt bedeutet, wenn ihr bleibt oder wenn ihr geht. Also entscheide DU das jetzt für sie!!!“ (Optional noch hinzufügbar: „Das ist genauso nervig, wie die Eltern, die ihre Kinder auf dem Spielplatz FRAGEN, ob sie jetzt nach Hause wollen / ob sie das frisch gemopste Spielzeug jetzt wieder zurückgeben wollen / ob sie sich jetzt die Schuhe anziehen wollen / ob sie abends Zähneputzen wollen /ob sie denn jetzt bitteschön ins Bett gehen und schlafen wollen ..!!!“)

Um die Harmonie im Abteil zu wahren, habe ich mich gegen diese Tirade entschieden. Und irgendwann war Hendrike dann offenbar auch mürbe gequasselt. Sie sagte „ja“ und schwups waren Mama und Kind verschwunden.