Shit, der Laternenstab ist (mal wieder) weg…

… da hilft nur eine kreative Meisterleistung der Muddi. 
Mir schwant, sie wird nicht gut ankommen…

(Warum lass ich die Kids jedes Jahr wieder schon vor dem Umzug mit ihren Laternenstäben spielen…!!!😝)

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Sätze, die eigentlich nie an die Öffentlichkeit gelangen dürften 

Ich zu meinem Sohn (5): „Jetzt hör mal auf, mich die ganze Zeit rumzukommandieren. Du bist hier nicht der Chef!“

Meine Tochter (3): „Papa ist hier der Chef.“

Ich: „Wiebitte?!? Nix da! Papa ist überhaupt nicht da!!! Wer macht denn hier gerade alles? Wer spielt mir Euch, holt Essen und Trinken usw?!? ICH!!! Also ICH bin hier der Chef!“

Sie: „Nein. Du bist eine Mama.“

Arrrrrrggggggggggg!!!! 😤😤😤

Heul! 

Nach 100 Jahren melde ich mich mal wieder – und dann auch noch mit so einem gruseligen Anlass. Wir waren heute am Goetheturm, meinem eigentlichen Lieblingsplatz mit Kindern. Wieviele Male standen wir schon dort oben und haben Selfies gemacht (mein Titelbild stammt auch von dort), jeden Besuch haben wir da hochgejagt, haben von ihm runtergewunken, mit ihm vor der Nase Kuchen gegessen, selbst von zuhause konnten wir seine Spitze sehen…. und nun existieren nur noch vier verkohlte Füße. Die Woche hat ihn wohl irgendjemand angezündet. Was ein Jammer!

Bin auch schwer dafür, dass er wieder aufgebaut wird. Und meine Tochter hat auch schon einen Design-Vorschlag: „Blau. Mit Glitzer drauf.“ 😄

Ich mach’s trotzdem

Ist schon so ein bisschen Kamikaze, mit Kinderwagen auf der Rolltreppe (vor allem mit drei Rädern!), aber: In Frankfurt hast du keine andere Wahl. Die Aufzüge sind kaputt, oder am Hintern der Welt oder schlicht und einfach nicht vorhanden! 

Es gibt so viele S- (Lokalbahnhof) und U-Bahnstationen (Schweizer Straße), wo offensichtlich nicht an Kinderwägen, Rollstuhlfahrer etc. gedacht wurde. Manchmal gibt’s noch nicht mal eine Rolltreppe in deine Fahrtrichtung, so dass einem nur die Bettelei („Entschuldigung, hätten Sie Lust, sich so richtig schön den Rücken kaputt zu machen und mir zu helfen, den Kinderwagen runterzuschleppen?“) oder Latscherei bleibt. 

Heute war ich mal wieder in der City (Hauptwache) und habe einfach keinen Aufzug gefunden!  Also: Wenn man als Muddi noch raus und was erleben will: Kamikaze 😈😈😈😈😈😈

Wenn Eltern ihre Kleinkinder alles allein entscheiden lassen

Erlebe ich echt immer wieder und letztens, auf einer Zugfahrt von Kiel nach Frankfurt, in seiner nervigsten Form: Zu uns in den Familienbereich kam eine Mutter mit ihrer dreijährigen Tochter. 

Eigentlich total symphatisch – bis zu dem Punkt, als wir am Hamburger Hauptbahnhof im Unwetterchaos stecken blieben. Mama und Kind wollten einen Zugtrip nach Göttingen machen, der dazugehörige Papa fuhr abends mit dem Auto hinterher. 

Nun gab es aber eben das Problem, dass der Zug nicht weiterfuhr. Und die Mutter stellte (eindeutig einseitig motiviert) die Frage, die bald Ohrwurm-Charakter annahm: 

„Duuuu, Hendrike, wir können jetzt auch wieder aussteigen und zurückfahren und heute Abend mit dem Papa im Auto nach Göttingen fahren. Sollen wir das machen?“

Hendrike sagte: „nein“. Klar, es war ihre erste Bahnfahrt und sie durfte in Mamas Handy Peppa Wutz gucken. Die Mama ließ aber leider nicht locker und fragte im 15-Minuten-Takt immer wieder nach. Da wir über drei Stunden im Hbf festhingen, hörten Hendrike und alle anderen Fahrgäste diese eine Frage der Mama gute zwölf Mal. Immer wieder: „Hendrike, wir könnten jetzt auch….“ 

Am liebsten hätte ich irgendwann gesagt: „Himmel!!! Deine Tochter ist drei! Sie KANN das nicht entscheiden, weil sie logischerweise nicht blickt, dass wir hier feststecken und weil sie überhaupt nicht einschätzen kann, was das jetzt bedeutet, wenn ihr bleibt oder wenn ihr geht. Also entscheide DU das jetzt für sie!!!“ (Optional noch hinzufügbar: „Das ist genauso nervig, wie die Eltern, die ihre Kinder auf dem Spielplatz FRAGEN, ob sie jetzt nach Hause wollen / ob sie das frisch gemopste Spielzeug jetzt wieder zurückgeben wollen / ob sie sich jetzt die Schuhe anziehen wollen / ob sie abends Zähneputzen wollen /ob sie denn jetzt bitteschön ins Bett gehen und schlafen wollen ..!!!“)

Um die Harmonie im Abteil zu wahren, habe ich mich gegen diese Tirade entschieden. Und irgendwann war Hendrike dann offenbar auch mürbe gequasselt. Sie sagte „ja“ und schwups waren Mama und Kind verschwunden. 

Unser Au Pair: das Desaster des Jahrhunderts 

Ich kann immer noch nicht fassen, dass es mit unserem Au Pair so in die Hose gegangen ist. Ein Deaster. Eine Vollkatastrophe. Wie konnte ich ein so fatal falsches Bauchgefühl haben?

Ich hatte Faniry (Name netterweise geändert…), 19, auf Aupairworld.com gefunden – eine sehr gute Seite, auf der Gastfamilien und Au Pairs Profile anlegen können und auf eventuelle „Matches“ aufmerksam gemacht werden. Der Service ist anfangs kostenlos. Sobald persönliche Nachrichten geschrieben werden, kostet es 40 Euro/ Monat. Alles fair. 

Faniry war mir aufgefallen, weil sie eine ellenlange Liste mit Kinder-Aktivitäten gepostet hatte. Sie könne die Kinder morgens anziehen, wickeln, Zähne putzen, Frühstück machen, usw usw. Im Grunde konnte sie laut Profil alles, was bei uns nötig war. Dazu sahen wir nur Fotos mit ihr und vielen Kindern. Sie habe vier Geschwister und kümmere sich häufig um die Babys und Kleinkinder ihrer Cousinen. Wir schrieben uns, wir skypten zwei mal. Sie wirkte fröhlich, ihr Deutsch ok, sie winkte den Kids zu und als ich fragte, ob sie sich drei kleine Kinder wirklich zutraue, erntete ich ein glaubwürdiges „ja“. Zumindest kam es mir damals so vor.

Ich hatte gelesen und von Bekannten gehört, dass Au Pairs aus Madagaskar sehr zuverlässig, kinderlieb und familiär seien. Top. Dass sie sehr häuslich seien auch. Da Faniry uns ständig Selfies schickte, auf denen sie gestylt und geschminkt war, redete ich mir das mit der Häuslichkeit gedanklich aus. Ihr Profil wirkte doch so weltoffen! Auch, dass sie auf ihrer Facebook-Seite fast nur Bibelsprüche postete, beunruhigte mich nicht. Besser so als eine totale Randale-Tussi, dachte ich. Mittlerweile weiß ich es besser.
Dummerweise buchte ich bei aupairworld auch den Visa Service. 180 Euro, damit mir jemand sagt, welche Unterlagen wir einreichen müssen. Ich hätte das auch locker selber rausfinden können, aber bei drei kleinen Kindern ist man ja froh, über alles, was einem abgenommen wird…. und nach 1 1/2 Monaten hatte Faniry das Visum in der Tasche und den Flug gebucht. 

Sie kam zwei Wochen vor meinem beruflichen Wiedereinstieg. Das sollte als Einarbeitung reichen, dachte ich. Ich muss fast ein bisschen lachen, wenn ich bedenke, dass sie an meinem ersten Arbeitstag schon gar nicht mehr da war. 

Ich hatte viel Zeit damit verbracht, ihr Zimmer aufzuhübschen. Mein Vater hatte mit mir ihr kleines Bad komplett neu eingerichtet, im Zimmer Schreibtisch und Schminkkommode (siehe gestylte Selfies) aufgebaut, ich war zu Saturn gefahren und hatte einen weißen Flachbildfernseher gekauft – 100x schicker als der Röhrenkoloss, den ich selbst im Schlafzimmer habe. Die Deko kam von Ikea: Blumen, Kissen, Decken. Ich druckte die Fotos von ihrer Familie aus, rahmte sie und hängte sie auf. Ich nötigte die Kinder, auf ein Plakat zu krakeln. Damit wollte ich sie am Flughafen begrüßen. Ich hatte mich schlau gemacht, über Deutschkurse an der VHS, über günstige Sportmöglichkeiten in Frankfurt (ihre Hobbys waren schließlich schwimmen und joggen), ich hatte sie versichert, ihr einen Schlüssel nachgemacht, eine SIM-Karte plus iphone klargemacht, ihr einen Reiseführer gekauft und einen Gutschein für dm, als kleine Begrüßung. Alter, ich habe mir so eine Platte gemacht für nichts und wieder nichts!!!

Am Tag ihrer Ankunft lies ich die beiden Großen bei uns daheim und brachte sie nicht in den Kindergarten. Ich nahm sie mit zum Flughafen, da ich wollte, dass Fanirys Ankunft locker und fröhlich beginnen konnte, Kinder sind bei Sprachbarrieren ja häufig ein wunderbarer Eisbrecher. Normalerweise zumindest. 

Soviel also zu den Wunschgedanken. Und nun zur Realität. 

Das Mädchen, das am Flughafen ankam, sah aus wie 12. Sie kam mit ihrem riesigen Koffer und blieb kurz nach der Schranke sofort stehen und wartete, bis wir auf sie zugingen. Zu den Kindern sagte sie überhaupt nichts, auf das Plakat warf sie nicht einen Blick. Geschenkt. 
Zuhause machten wir eine kleine Bescherung. Ich hatte für alle kleine Geschenke gekauft, es sollte einfach alles so positiv wie möglich beginnen. Dabei erzählte sie mir von einer körperlichen Einschränkungen, die schneller wieder ans Tageslicht kam, als vorher gedacht: Am ersten Tag ihrer Periode hätte sie starke Schmerzen. Da könne sie nichts machen. Manchmal auch am zweiten und dritten. Aha… und wann sei es wieder so weit? (In Gedanken schon in der Apotheke). Erst in zwei Wochen. Na dann… 

Ich hatte mir vorgenommen, sie die erste Woche nur zugucken zu lassen. Ich wollte sie nicht überfordern. Aber irgendwann wurde es einfach offensichtlich, dass das nichts werden konnte. Sie sprach nicht ein Wort mit den Kindern. Sie versuchte es nicht einmal. Stattdessen schaute sie ständig ins Handy. Am Abendbrottisch, am Sandkasten, im Garten, auf dem Spielplatz. Das nervte mich so sehr, dass ich es gleich am zweiten Tag ansprach. Es besserte sich mäßig. Sie war extrem schüchtern, ich würde sogar sagen überängstlich. Irgendwann redeten wir nur noch auf französisch, um überhaupt irgendwie zu kommunizieren. Ich sagte ihr, dass sie mit den Kindern reden müsse. Sie sagte, sie kenne die Worte nicht. Ich (100x): Das ist den Kindern doch egal, sie könnte selbst chinesisch mit den Kindern reden und es würde ihnen gefallen. Es besserte sich nicht.

Sie war die Unselbständigkeit in Person. Sie wusste nicht, wie man den Wasserhahn auf kalt dreht. Sie bollerte mit dem Kinderwagen gegen jeden Kantstein. Sie bekam es nicht gebacken, die Haustür aufzuschließen. Sie ging alleine nie nach draußen, weil sie Angst hatte, sich zu verlaufen. Sie saß nur im Bett und surfte in ihrem PC. Irgendwann war mir klar: ein Monatsticket für die Bahn ist verschenkt hoch zehn! Sportliche Angebote-niemals würde sie sie wahrnehmen! Einmal ließ ich sie mit den Großen allein (drehte für 40 Min eine Runde mit dem Baby), weil ich dachte: Vielleicht fühlt sie sich beobachtet? Vielleicht conntectet sie mit den Kids so besser? Ich kam wieder und alle hockten oben vor dem Fernseher. Dass die Große eine volle Windel habe, teilte sie mir noch mit. 

Ich war echt schockiert. Ich hatte das Gefühl, dieses Mädchen machte nur das, was ich EXPLIZIT und WORTWÖRTLICH vorher gesagt hatte und dachte ÜBERHAUPT nicht mit. ZB: Ich zog alle drei Kinder an, es war das reinste Chaos. Sie stand wie ein Stock daneben. Ich musste mich arg zusammenreißen. 

So langsam schwante mir, dass ich sie niemals mit meinen drei Kindern alleine lassen konnte… aber gut, eine Chance sollte sie noch bekommen. Einen konkreten Arbeitsauftrag. Wir baten sie, am (morgigen) Sonntag Brötchen holen zu gehen. Der Bäcker ist direkt gegenüber. Unseren Großen könne sie gerne mitnehmen. 
An dem besagten Sonntag kam sie nicht aus dem Bett. Ich lag in der Früh noch im Delirium wegen durchwachter Baby-Nacht. Da weckte mich mein Mann: Faniry säße auf der Treppe und hätte etwas. Wolle aber nur mit mir darüber reden… Was war los? Sie habe ihre Tage. Sie habe solche Schmerzen, dass sie wahrscheinlich nicht mal zur Kirche gehen könne (geschweige denn zum Bäcker). Ob ich einen Tampon habe? Ich gab ihr welche. Als ich ihr eine Stunde später einen Tee brachte, hielt sie mir den ausgepackten Tampon vor die Nase. Wie man das denn mache? 

Ich hatte das Gefühl, eine 12jährige vor mir zu haben. Lange Rede, kurzer Sinn: Sie traue sich das mit dem Tampon nicht. Was nehme sie denn normalerweise? Binden. Und wo seien die jetzt? Alle. Aha… ich weiß, dass Tampons in manchen Kulturen kein Thema sind, aber mir kam das alles so abstrus vor, dass ich mir gleich einen Stuhl ans Bett stellte und eine Grundsatzrede hielt. Dass ich das Gefühl habe, ihr Profil im Netz und die Person, die sie hier ist, das seien zwei verschiedene Menschen. Sie rede nicht mit den Kindern. Wie wolle sie sich Respekt verschaffen, wenn es drauf ankäme? Im Straßenverkehr? Wenn alle drei brüllen, aus welchen Gründen auch immer?!? Sie solle sich überlegen, ob das Programm Au-Pair wirklich das richtige sei. Bei der Gelegenheit klärten wir auch, dass sie praktisch nie jogge und vielleicht drei mal im Leben schwimmen war. So viel zum glaubwürdigen Profil…

Am nächsten Tag sagte sie mir, dass sie es mit drei Kindern nicht schaffen würde. Ich denke, sie ist auch mit einem Kind gnadenlos überfordert, aber sie entschied sich, eine neue Familie zu suchen. Zurück nach Madagaskar wolle sie auf keinen Fall. Ihre Familie solle nicht erfahren, dass sie wechseln würde. Und außerdem habe sie ja nun das Visum. 

Die kommenden Tage waren für mich nur noch schwer zu ertragen. Einmal sollte sie noch kurz auf die Großen aufpassen – als ich kam, hockte sie wieder oben in ihrem Zimmer, die Kinder spielten unten im Wohnzimmer. Ich ließ sie schließlich gar nichts mehr machen, was irgendwie mit Kinderbetreuung zu tun hat. Es beschränkte sich auf kleine Hilfen im Haushalt. Mal Wäsche zusammen legen, das Wohnzimmer saugen… ich kam mir irgendwann nur noch wie eine Hausherrin vor (Horror!), aber so hatte ich wenigstens ETWAS Hilfe im Haus. 

Sie hatte keine Probleme, eine neue Familie zu finden. Sie hatte gleich mehrere Optionen und ich wundere mich bis heute, dass keine dieser Familien vorher bei uns anrief. Denen hätte ich was erzählt! 

Faniry redete nun wirklich gar nicht mehr. Sie kam zum Essen, stand wieder auf und verschwand. Ich fand das alles unerträglich und war so froh, als sie endlich, zwölf Tage nach ihrer Ankunft, im Zug nach Augsburg saß.

Der Tag ihrer Abreise hatte fast ein bisschen Symbolcharakter: Die ganze Familie war dank Magen-Darm dahingerafft. Ich schlief, als ihr Taxi kam (Bus traute sie sich natürlich nicht). Mein Mann kümmerte sich um die drei kranken Kinder. Ob er sie zum Bahnhof bringen könne? Ihr Koffer sei so schwer…

Ein paar Tage später habe ich noch einmal auf ihre Facebook-Seite geschaut. Sie hatte ein Foto meiner Kinder zu ihrem Profilbild gemacht. Sie standen auf einem Klettergerüst, für das Foto (von mir geschossen) hatte sie sich dazugestellt. Anschließend saß sie wieder auf der Bank und redete kein Wort. Immerhin: Das Foto hatte ihr 190 Likes gebracht. 

(Ergänzung, gute drei Monate später): Unser altes Au Pair hat mittlerweile noch vier mal die Familie gewechselt, wir starten bald einen neuen Versuch mit einem Au Pair aus Albanien. Ich berichte!

Von der Unmöglichkeit, für deinen Säugling im Rhein Main Gebiet einen Krankenhaus-Platz zu bekommen (Skandal!)

Das kann doch nicht sein, oder? Dass du einen vier Monate alten Säugling mit einer Nierenbeckenentzündung hast, der fiebert, wimmert, das Antibiotikum erbricht und du beim verzweifelten Abtelefonieren der Kliniken nur das zu hören bekommst:

Uniklinik Frankfurt: Wir sind voll. 

Clementinen-Krankenhaus: Sorry, voll!

Höchst: Säugling zusammen mit Mutter? Leider kein Platz. 

112: Rufen Sie in Höchst an. Die haben noch Plätze frei. 

Hanau: voll. Darmstadt: voll. Offenbach: voll. …

Wir sind richtig in Panik geraten, unserer Kleinen ging es schlechter und schlechter. Irgendwann hat sich das Klinikum Rüsselsheim unserer erbarmt. Ich habe in Windeseile ein paar Klamotten in eine Tasche geschmissen, Kind in den Maxi Cosi und auf nach Rüsselsheim. 

Da sind wir nun und haben schon Untersuchungen hinter uns gebracht, bei denen ich geheult habe wie ein Schlosshund. Aber jetzt kann es nur noch bergauf gehen! Was bin ich dankbar für die moderne Medizin – finde es aber immer noch unfassbar, dass wir mit einem schwer kranken Säugling beinahe nirgends untergekommen wären. So etwas darf doch wirklich nicht sein!

😷 Was für ein Viren-Winter 😷

Oh Mann, dieser Blog verkommt zu einer einzigen Bakterien-Jammerei, aber was soll ich sagen: Wir waren 180 Jahre alle krank!

Ich hatte die komplette Woche nicht nur Säugling sondern auch die zweijährige zuhause. Montag sogar alle drei. Mittwoch hat’s mich dann selbst umgehauen. Schüttelfrost. 40 Fieber und mit allen drei Kindern allein zuhause. Ich bin auf allen Vieren durch die Wohnung gekrochen, habe die Großen vor die Kiste gesetzt, die Minuten gezählt, bis mein Mann endlich nach Hause kam – und dem lieben Gott gedankt, dass alle Kids so lieb waren. Eitrige Mandelentzündung stellte sich später heraus. Bitte bitte nie wieder!!!

Jetzt kann es nur noch bergauf gehen und demnächst werden auch wieder Viren-freie Beiträge hier erscheinen. „Ojalá“ würde der Spanier jetzt sagen – also in etwa „hoffen wir’s“!!!

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Was du als Schwangere überhaupt nicht gebrauchen kannst:

Wenn auf dem Waldspielplatz von Mücken zerstochen wirst (sieben Stiche durch die Hose!), alles anschwillt und brennt und die Apothekerin sich weigert, dir eine beknackte Tube Fenistil zu verkaufen.

Ich hab gedacht, ich spinne, als ich nach einer verdammt harten Nacht morgens in die Apotheke getapert komme und mir eine minutenlange Moralpredigt anhören muss.

Ich (mit Hinblick auf Heuschnupfen, Nasenspray, Antibiotika, etc): „Wenn Sie wüssten, was ich in der Schwangerschaft schon alles eingeschmissen habe!“

Sie: „Nein, ich kann es Ihnen nicht verkaufen. Sie können es natürlich kaufen – aber ich kann es Ihnen nicht verkaufen.“

Ich: „?!? Wie soll ich es denn kaufen, wenn Sie es mir nicht verkaufen?“

Sie: „Sie könnten ja jetzt sagen, es ist für Ihren Mann.“

Ja könnte ich… Aber nach der gedrückten Kassette hätte ich mich doch ziemlich dämlich gefühlt. Also ab nach Hause und mit Quark eingeschmiert. Effekt gleich null 😫😫😫

Frankfurts Wasserspielplätze: Warum sind sie (gefühlt) immer kaputt?!?

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Eigentlich sind sie ja wirklich sensationell: Die vielen Wasserspielplätze, die wir in Frankfurt haben. Wasserbecken, Sprühfelder, Eintritt frei! Also eine super Möglichkeit für alle Familien, eine schöne Zeit zu haben. Dort ist sehr viel Multi Kulti – I’m lovin‘ it!

Problem: Die Wasserspiele haben total undurchsichtige Laufzeiten und die stimmen dann meist noch nicht mal. Im Netz erhält man null aktuelle Information, erst vor Ort gibt’s lange Gesichter. Am Wochenende zB waren wir am Goetheturm: Becken wider Erwarten nicht in Betrieb. Grrrrr!

Oder, noch schlimmer, heute: Frankfurt schwitzt bei über 30 Grad, ich gebe es mir im zehnten Monat nochmal richtig, verfrachte Kids, Laufräder und Taschen ins Auto und fahre nach Oberrad zum Sprühfeld Scheerwald. Laut Internet müsste die Anlage in Betrieb sein. Nach schweißtreibendem Geschleppe durch den Wald und mindestens drei Mückenstichen muss ich feststellen: Hier läuft gar nichts. Weil auch kein Lüftchen weht, beschließe ich, es noch mal in Niederrad beim Waldspielpark Luisa zu versuchen. Also großes Geschleppe zurück zum Auto, mittlerweile sogar noch das Laufrad der Kleinen auf der Schulter.

20 Minuten Autofahrt später muss ich entsetzt feststellen: Auch hier ist der Wasserspielplatz NICHT in Betrieb. Ahhhhhhh!!! Leute, dann schreibt es doch wenigstens auf Eure Homepage – und zwar deutlich. Die Seite rund um die Wasserspielplätze ist ein mediales Fiasko, bis man sich da mal durchgeklickt hat!

Also: Wasserspielplätze = Traum, aber die Informationspolitik muss dringend verbessert werden!

Zitat

Lady Horror

Ich habe sie getroffen: Die schlimmste Schwiegermutter der Welt. Im dm an der Kasse, im Hessen-Center. Ich war mit meinem Sohn da, bezahle gerade, da schwatzte mich die etwa 75jährige Frau von hinten an:

„Meine Schwiegertochter sieht auch so aus wie Sie. Und die dreht total durch. Bei der STINKT es zuhause, alles einparfumiert!“

Ich (noch an einem wohlwollenden Gespräch interessiert): „Wieso parfümiert sie denn alles ein?“

Sie: „Na, schwanger halt! Ich war Krankenschwester, ich kenn die alle. Mit Schwangeren kann man nicht reden. Entweder sie werden ausfällig oder sie fangen an zu heulen!“

(Wo ist der Mittelfinger-Emoji??? 🙂 )

 

Waterboarding (oder auch: Haare waschen)

Es ist bei uns der absolute Wahnsinn: Es wird geschrien, in Panik aus der Wanne gestiegen, an mir festgeklammert, als gäbe es kein Morgen.

Vor allem unsere Kleine macht jedes Mal ein Drama und lässt sich auf nix ein. Ich rede mit Engelszungen auf sie ein, halte Traubenzucker oder Tictacs parat – während die reingeschaufelt werden, kann ich zumindest noch das Shampoo verteilen. Aber am Ende nützt es nix, da hilft nur ein Becher, der überm Kopf ausgekippt wird. Oder die Brause.

Ein Gejapse. Ein Gebrüll! Ich fühle mich wie ein mieser CIA- Agent, der seine Kinder waterbordet. Kein Wunder also, dass ich manchmal zwei Wochen vergehen lasse, bis ich mir das Haarwasch-Drama wieder antue. Jetzt wäre eigentlich wieder höchste Zeit… Naja, vielleicht morgen… oder übermorgen 😉