Kläglicher Versuch

Immerhin, die Wimpern haben sie gegessen 😬

gepostet von Julia

Advertisements

… ungeahnte Kinderkräfte! 💪

Ich sitze morgens um kurz vor 9:00 in der Redaktion des Hessischen Rundfunks, als plötzlich eine mir bekannte – tapfer durchatmende – Stimme sagt:

„Hallo Mama!“

Ich gucke ungläubig in Richtung Tür:

„Hallo Eva-Lotte, was machst Du denn hier?“

Eigentlich sollte sie mit ihren Klassenkameradinnen im Mathematikunterricht sitzen und  zum wiederholten Mal die Malreihen rechnen:6×6 ist 36 ist der Lehrer noch so fleißig und so Zeug, …

„Die Schule hat zu und deshalb bin ich zu dir gelaufen.“

Ich gucke sie irgendwas zwischen entsetzt und krass stolz an. Ich arbeite zwar „nur“ drei U-Bahnstationen von der Schule meiner 9jährigen Tochter entfernt. Allerdings ist sie diese Strecke noch nie mit der Bahn gefahren, geschweige denn überhaupt schon mal alleine mit einer U-Bahn unterwegs gewesen. Morgens gehen wir zusammen die Treppe runter, sie läuft zur Schule und ich gehe zur Arbeit.
Blöd nur, wenn man den langangekündigten pädagogischen Tag vergisst und die 9jährige Tochter (die zwar ein Handy besitzt, es aber nie dabei hat) vor der verschlossenen Schultür steht.

Ich gucke sie an, wie sie da im Türrahmen steht und erinnere mich an eine Situation, in der sie nicht ganz so souverän war:

Lotte war 5 Jahre alt, als Opa und ich nochmal spontan in meinen Schrebergarten fahren wollten, sie wollte lieber mit Oma zu Hause bleiben. Dann hat sie aber spontan entschieden, doch mitzukommen und ist die schnell die 4 Treppen runter gerannt. Als sie vor der Haustür steht und die Tür zugeknallt ist, fiel ihr auf, dass wir schon weg sin. PANIK! Erst eine heraneilende Passantin konnte sie beruhigen:

„Was ist denn passiert?“

„Meine Mama ist weg!“

„Wo wohnst Du denn?“

(sie zeigt auf den Eingang direkt hinter ihr) „Hier!“

Die nette Dame daraufhin: „Ist denn jemand zu Hause?“

Lotti (schluchzend): Ooooommmmaaaaa.

Auf die Klingel gedrückt. Problem gelöst 😉

3 Jahre später, 3 Schritte weiter, diesmal allerdings mit echtem Problem.

Es ist 8 Uhr morgens, die Schule hat zu und sie weiß, dass um 9 Uhr der Hort aufmacht (das ist bei pädagogischen Tagen immer so)
Ihr erster Gedanke: „Ich könnte bei einer Schulfreundin klingeln.“ Traut sie sich dann aber nicht, weil sie glaubt, dass es noch zu früh ist und alle schlafen. Ihr zweiter Gedanke: „Vorm Hort warten.“ Eine ganze Stunde kommt ihr allerdings sehr lang vor. Also entscheidet sie sich einfach zu mir zur Arbeit zu laufen. Wir sind den Weg bisher zwar erst zweimal mit dem Fahrrad gefahren aber eigentlich geht es durchgehend geradeaus. Also los geht’s …  Irgendwann verliert sie kurz die Orientierung, läuft aber kurz danach an einem Kiosk vorbei, an dessen Tür ein Aufkleber mit der Aufschrift „Wir helfen Kindern“ hängt. Von diesen Schildern hatte ihr Papa ihr schon erzählt und sie geht mutig in den Laden und fragt die Frau nach dem Weg. Die Frau zu fragen, ob sie mich kurz anrufen könne, hat sie sich nicht getraut. Stattdessen stapft sie weiter ihres Weges, mit 15 Kilo Schulranzen, immer bergauf, schwitzend, 40(!) Minuten am Stück!

Nach einer großen Odyssee durch Frankfurt und einer kleineren Odyssee durch die Flure des Hessischen Rundfunks steht sie dann irgendwann tatsächlich in der Tür meines Büros und sagt leicht außer Atem, sehr durchgeschwitzt, und mit einer Mischung aus Verunsicherung und Stolz in den Augen:

„Hallo, Mama!“

gepostet von Kerstin

Eine Runde Mitleid 😩

… für alle Soccer-, Hockey- usw. Moms da draußen, ich leide mit Euch!

Verdammt, war das kalt heute! Das erste Fussballtraining seit gefühlt einem halben Jahr, bei dem ich kältebedingt jede Minute gehofft habe, dass endlich abgepfiffen wird.

Erkenntnis 1: Bibbern am Spielfeldrand kannst du keinem Kind antun, die Geschwister bleiben von nun an im Kindergarten. 2. In der Umkleide ist es ja so trostlos (wusste ich schon vorher, aber heute noch mal bestätigt) und 3. muss unbedingt die Skihose suchen. Ugly hoch zehn, aber alles besser als eine Stunde lang zu frieren!!! Wie sagte meine irische Mitbewohnerin zu guten alten Erasmus-Zeiten: Comfort comes first!!! ❄️☃️💨

Ein Au Pair löst alle Mama-Probleme? Nein!

gepostet von Julia

Es ist verrückt – wir haben ein Au Pair, ein tolles, nettes, offenes, lustiges, anpackendes. Sie hilft mehrere Stunden pro Tag tatkräftig mit, bringt die Kids in den Kindergarten, räumt auf, kauft ein, holt häufig die Kids auch ab, denkt eigenständig mit (!!! endlich muss ich nicht mehr alles vorher aufschreiben….) und trotzdem werde ich dieses Hamsterrad-Feeling einfach nicht los.

Ich habe das Gefühl vor einer niemals endenden To Do-Liste zu sitzen. Ständig schreibe ich etwas Neues auf unser White Board im Wohnzimmer (das eigentlich mal eine Vokabelhilfe-Tafel für unser Au Pair sein sollte.) Impftermine abmachen – und durchziehen -, Anmeldung für den Balletunterricht ausfüllen, die Dachfenster endlich mal kindersicher machen, Gummistiefel-Bestand im Kindergarten updaten (damit Sie 1x im Jahr getragen werden, aber darüber zu diskutieren würde noch länger dauern), Kinderklamotten aus dem Keller holen, sortieren und wieder runterschaffen, den Rucksack für den Waldausflug vorbereiten, bei der Bank nachfragen, warum es mit der Kontoeröffnung für unser Au Pair so lange dauert, den Apothekerschrank winterfest machen, Termine für längst fällige Playdates (auch mal wieder bei uns) organisieren, Schaukel bei eBay Kleinanzeigen einstellen, den überbordenden Stapel an Kindergemälden unauffällig aussortieren, Geschwisterbestätigung beim Stadtschulamt beantragen, …es hört nicht auf.

Das sind die Dinge, die dir ein Au Pair eben nicht abnehmen kann. Dieses Mit- und Vordenken, organisieren und planen. Die vielzitierte „Care“-Arbeit, das Drumherum, das Gefühlige (Geschenke!).

Ein Au Pair ist super, wenn du keine Oma in der Nähe hast. Wenn du über die Kindergarten- oder Hort-Öffnungszeiten hinaus arbeiten musst und wenn sich deine Arbeitszeiten ständig ändern. Alles bei mir der Fall. Heute bin ich zb um 6 Uhr aus dem Haus für einen Dreh in Nordhessen, gegen 18 Uhr wieder daheim. Ohne unsere Nicole nicht möglich. Ich bin so froh, dass wir sie haben und wir uns darüber hinaus auch gut verstehen. Sie ist der absolute Au Pair-Volltreffer!

Aber ich weiß auch: Wenn ich gleich wieder zuhause bin, geht es von 0 auf 100. Kaum bin ich da, bin ich (natürlich) die Ansprechperson Nummer 1, alles wird nach mir rufen, etwas wollen, an mir zerren – obwohl ich an einem Tag wie heute am liebsten einfach nur totenfertig ins Bett sinken würde. Und wenn ich mal einen Tag frei habe (mein Mann versteht das bis heute nicht), mache ich dann doch wieder alles. Weil es sich für mich einfach komisch anfühlt, mir dann die „Kinder-Arbeit“ von meinem Au Pair abnehmen zu lassen. Ich will ja auch mal wieder auf die Kindergarten-Pinnwand schauen, um zu gucken, welche Termine demnächst wieder in meinem Kopf herumgeistern werden. 😬 Nein, mal ehrlich… da komme ich einfach nicht aus meiner Muddi-Haut!

Aber so ist es halt. Ein Au Pair hilft, überbrückt, unterstützt – aber es löst eben nicht alle Probleme bzw. befreit dich nicht aus der „Mutti-Mitdenk-Falle“ (die ich bewusst so nenne, weil kein Vater sich so eine Platte machen würde). Sobald du körperlich anwesend bist, bist du wieder the master of deasaster.

In diesem Sinne Shakaaaa, haut rein Mädels 💪🏼🤷🏻‍♀️🤪

Siehe auch: Unser Au Pair – das Desaster des Jahrhunderts

ICE mit Kleingemüse

Yeah, I made it 😀💪🏼

Frankfurt- Hamburg und zurück, alleine mit meinen drei Kindern. Jedes Mal natürlich mega Verspätung (eine Stunde auf beiden Strecken) aber hey, da sind wir doch schon Kummer gewohnt und mit Kids ist ja die Hauptsache, es brüllt keiner, das maxdome Kinder-Unterhaltungsprogramm stimmt und der Schaffner ist zumindest zu 25% kinderfreundlich.

War der Fall, es wurde in den insgesamt zehn Stunden Fahrtzeit nur einmal vom Zug-Personal gemeckert („Sind Sie die Mutter? Könnten Sie Ihren Kindern sagen, dass sie aus dem Weg gehen sollen?“) und insbesondere in den neuen ICEs ist der Familienbereich echt klasse. Viel Platz für Kinderwägen etc und ’ne kleine Spieleisenbahn gibt’s ja auch immer. Lieben meine! 😀

gepostet von Julia

Mitteilung des Grauens: 😱 „Wir haben Läuse! Bitte checken Sie Ihre Kinder!“…

… und warum Kuschelbär & Co die Nacht trotzdem nicht im Eisfach verbringen müssen!

Wir hatten in den letzten zwei Monaten sechs(!)mal Läuse (also meine Tochter 6mal, ich 1mal und mein Sohn 0mal (eine der vielen Situationen im Leben, in der ich lieber ein Mann wäre 😜) Wie auch immer, es ist jedesmal aufs Neue meeega nervig! Wieder 20 Euro in die Hand nehmen (ja, ich weiß, man kann sich einige Mittel auch vom Kinderarzt verschreiben lassen, aber dafür extra n Termin machen, ins Wartezimmer eiern und sich am besten nochn Infekt abholen???), dann runter zur Apotheke (wir wohnen im 5ten Stockwerk) , Zeug aufn Kopf, Läusekamm, schreiendes Kind, 3mal auswaschen, weil der Fettkopf sonst vorprogrammiert ist … und dann soll es ja Menschen geben, die danach auch noch ihren kompletten Haushalt in Plastiktüten packen und tagelang in Keller, Dachboden und Eisfach verbannen!

Und hier kommt jetzt der positive Teil der Geschichte: Das ist Zeitverschwendung!

Nach einem Interview mit unserem Hausarzt und zusätzlicher Internetrecherche gibt es folgende Entwarnung: Ihr müsst bei Läusefund weder die komplette Wohnungseinrichtung auswechseln, noch die Bettwäsche und das gesamte Kuscheltier-Repertoir ins Eisfach schmeissen! Wenn das Kind morgens das Haus verlässt und die Läuse alleine im Bett, auf den Kuscheltieren & Co verbringen, dann überleben sie ohne den Wirt gar nicht solange, bis das Kind wieder ins Bett geht!
Das heißt: einfach den Kopf behandeln (am besten sogar morgens vor der Schule), die Läuse Läuse sein lassen, frische Bettwäsche aufziehen und tief durchatmen!

Alles andere ist mehr so Kaliber: Hat die Oma schon so gemacht. Machen wir auch! 😉

Gepostet von Kerstin