Hamburg = 👍🏼👍🏼👍🏼

Ich sag nur: Frankfurt, quetsch, Ellenbogen, drängel vor und Muddi mit Kinderwagen steigt als letztes ein (falls überhaupt noch Platz ist…) 🤨

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Nachbarn – ohne Kinder 

gepostet von Julia

Irgendwie ist es doch immer das Gleiche: Am Anfang finden sie es wunderbar, dass du schwanger bist: „Ohhhhhh, ein Baby! Wie toll! Wie schööööön!“

Aber sobald das Kind Bestandteil des täglichen Lebens wird, mit allem, was zum Kind-Sein vollkommen selbstverständlich dazugehört (Kinderwägen im Flur, lautes Kinderlachen, Spielzeug, toben, Geschrei, …) werden selbst Leute, die sich als „extrem tolerant“ bezeichnen zum Horror-Nachbarn.

Ich erinnere mich noch an die Nachbarn unserer ersten Wohnung. Zwei Männer, ein Paar, das uns zur Geburt sogar noch ein süßes T-Shirt geschenkt hatte. Ab dann ging es mit den freundlichen Zuwendungen jedoch ziemlich schnell bergab. Unvergessen die Nacht, als unser Sohn, damals zehn Monate alt, 40 Fieber hatte, weinte, wir ihn durchs Zimmer trugen und unser Nachbar allen Ernstes gegen die Wand schlug. Ich dachte, ich würde mich irren. Aber nein! WUMS! Da kam schon wieder ein komisches Hau-Geräusch von der anderen Seite.

Gleich am nächsten Tag habe ich ihn im Hof abgefangen. Ich sei mir nicht sicher, aber: Ob er allen (fucking!) ernstes gestern Nacht gegen die Wand geschlagen hätte? Ja, habe er. Unser Kind sei aber auch sehr schwierig. Und was solle das bringen? Er fühle sich danach einfach besser. Ich habe eine Hasstirade über ihn niedergelassen und ein paar Monate innerlich gefeiert, als die beiden auszogen.

In unserer jetzigen Wohnanlage ist die Nachbarschaft eigentlich ein Traum. 12 Wohnungen, fast jede Familie hat Kinder, alle sind unter zehn, wir haben einen riesigen Gemeinschaftsgarten und die Kinder sind richtige Freunde geworden. Gerade gestern sind Tränen bei unseren geflossen, weil eine Nachbarsfamilie für drei Wochen in den Urlaub geflogen ist.

Alle Eltern geben sich Mühe, dass unsere Anlage „ordentlich“ bleibt. Wir decken den Sandkasten jeden Abend mit einer Plane zu, Spielzeug wird in eine extra angeschafften Kiste geworfen, übergeschütteter Sand wieder vom Gehweg gefegt.

Alle machen mit, alle sind locker, nett, entspannt. Das heißt: Eigentlich könnte alles so schön sein. Doch irgendwann stellte sich raus, dass zwei Parteien (ohne Kinder of course) im Hintergrund Stimmung machten. Diese ganzen Kinderwägen. Es sähe ja aus wie auf einem Bazar! Direkt drauf angesprochen wurde alles verharmlost, die Hausverwaltung hätte auf eine Wohnungsbegehung bestanden. Das sei nun mal „deutsche Gründlichkeit“, quasi vorgeschrieben. Die zwei Parteien seien so unschuldig wie Lämmchen.

Dass das totaler Quatsch ist, stellte sich spätestens dann heraus, als auf einer Eigentümerversammlung plötzlich „Kinderspielzeiten“ ins Gespräch gebracht wurden (im übrigen von den Nachbarn, die ihren Hund lange Zeit im Garten ausgeführt haben, patsch rein, kreisch!). Ich habe vor lauter Aufregung einen halben Herzinfarkt erlitten und habe die Nachbarn bewundert, die darüber nur gelächelt haben – in dem Wissen, dass so ein super Quatsch eh niemals eine Mehrheit finden würde.

Ich finde, man kann Nachbarn (ohne Kinder) immer ein Stück entgegen kommen. Bobbycar-Fahren in der Wohnung zb – aus Rücksicht zur Nachbarin unter uns würde ich das niemals erlauben. Ich versuche alles im Flur halbwegs ordentlich zu halten, unsere „Spuren“ im Garten oder sonstwo immer am Abend zu verwischen.

Aber: Irgendwo hört es auch einfach auf. Du hast mit Kindern nun mal andere Befürfnisse, einen anderen Geräuschpegel und Kinder machen nun mal auch einfach Quatsch. Dummheiten. Klettern irgendwo hoch. Schmeißen irgendwas runter…

Nachbarn ohne Kinder verstehen das und machen sich entsprechend locker – oder eben nicht (and the next clash is about to come baby 😈😉)

Muddis (neues) Lieblingsteil 😃

Wirklich ein Traum, wenn man

1. auf relativ kurzen Wegen

2. relativ viel zu bewegen hat.

Ich habe seit zwei Wochen diesen Bollerwagen und ich liebe ihn! Er passt selbst in kleinste Aufzüge, macht große Einkäufe ohne Auto möglich und im schlimmsten Fall könnte ich sogar alle drei Kids damit transportieren, bis 75kg schafft er, dann ist das Schieben allerdings nicht mehr wirklich ein Vergnügen.

Der „CT 800“ lässt sich super klein zusammenfalten und hat in dieser Version Schiebebügel und Fussraumverlängerung, was bei drei Kids echt nötig ist.

Mein Fazit: Das Teil ist besser als die schickste Handtasche 😆😆😆

Ps. Ich schwöre: Dieser Post ist NICHT sponsored by Fuxtec, die 199 Euro für das Teil hab ich mal schön selber berappt. 😃

gepostet von Julia

Sätze, die ich bei einem Elternabend ab sofort doch hören möchte … (bitte!) 😂

gepostet von Kerstin

  • Muss es beim Geburtstag immer Kuchen geben, das ist doch viel zu viel Zucker!?
  • Wir sollten eine Whatsapp-Gruppe gründen!
  • Unser Supermarkt hat neues Plastikspielzeug im Angebot – soll ich mal was für die Gruppe anschaffen?

ALLES BESSER, ALS DAS WAS ICH BEIM LETZTEN ELTERNABEND HÖREN MUSSTE:

Ich bin beim „Klassenfahrt-Infoabend“ für meinen 16jährigen Sohn, als mich plötzlich  der Papa, der neben mir sitzt, prüfend anguckt und sagt:
„Bei Ihnen in der Ecke riecht es aber sehr intensiv nach Cannabis!?“

Definitiv ein Satz, den man beim Elternabend nicht(!) hören möchte!

Aber schlimmerweise war mir das auch schon aufgefallen und noch schlimmerer Weise, war es nicht „die Ecke“, sondern die Cannabis-Geruchs-Quelle war ICH.
Aber natürlich gab es dafür auch eine (plausible?) Erklärung:

Ich war tagsüber Wakeboarden. Vor Ort habe ich mir einen Neoprenanzug geliehen, weil es dann doch etwas kälter war, als zuvor gedacht. Nach dem Boarden meinte meine Begleitung schon, dass ich nach Cannabis riechen würde und der 22-jährige Mitarbeiter lieferte mir auch gleich die Erklärung mit: Neoprenanzüge hätten wohl einen ähnlichen Geruch wie Cannabis. Zum Duschen und Umziehen hatte ich vorm Elternabend dann leider keine Zeit mehr,  … aber dass ich hier jetzt als Marihuana-Mutti dastehen sollte, dass ging natürlich auch zu weit!

„Ich war Wakeboarden und anscheinend ist das der Geruch vom Neoprenanzug, der dem Geruch von Gras ähnelt!“

Der Papa schüttelt genervt den Kopf und sagt: „Nicht Gras, Cannabis!“

Jetzt schüttel ich den Kopf und denke: „Natürlich meine ich nicht die Wiese, du Vollpfosten, sondern Cannabis …“

Bevor der empörte Papa und ich also weiter aneinander vorbeireden, gebe ich
„Cannabis + Geruch + Neopren“ in die Suchmaschine ein. Ergebnis: Es fehlt Neopren

Na super!

Weitere Recherchen ergeben dann, dass tatsächlich Schweiß + Cannabis einen Treffer ergeben: … Marihuana besteht aus 233 Elementen und Verbindungen, menschlicher Schweiß aus knapp 100 – und 11 dieser Elemente und Verbindungen wurden in beiden Stoffen gefunden.(Quelle: Vice.com)

Also sehr viel Schweiß in dem geliehenen Neoprenanzug???  … Vielleicht hätte ich statt zum Elternabend lieber einfach Duschen und ins Bett gehen sollen, dann wäre mir diese Information erspart geblieben… Und verpasst hätte ich – wie immer – nichts.

Am Abend schreibt mein Bekannter mir dann eine Whatsapp: „Ich persönlich glaube übrigens nicht, dass Neoprenanzüge nach Cannabis riechen. Ich glaube, da wo die Anzüge normalerweise hängen, ist die Raucherecke von den Jungs, die da arbeiten.

Großartig 🤦‍♀️

Mein Leben als engagierte Hockeymuddi oder „Was ist denn bei Euch nicht richtig im Kopf?“

gepostet von Kerstin

Meine 9jährige Tochter Lotti spielt Hockey. Neuerdings. Und natürlich im besten Club der Stadt, das wollte mein Exmann aka top-engagierter Lotte-Papa so (ohne Ironie!). Und ehrlich gesagt ist die Lage des Clubs auch sehr praktisch, weil er direkt neben meinem Arbeitgeber ist. Und das wiederum ist besonders gut, weil ich statt am Spielfeldrand zu stehen, in der Redaktion sitzen kann, was wiederum sehr gut ist, weil einige der Hockey-Muddis (hier fühlen sich bitte nur diejenigen angesprochen, die gemeint sind ;-)) auf Distanz um einiges erträglicher sind, als im direkten Kontakt.
Ein kurzer Umriss des Grauens: Wenn der Club im Taunus wäre, sprächen wir bei gemeinten Exemplaren von Taunusmuttis, die mit den dicken SUVs den kompletten Platz verstellen und ihre Kinder alle viel begabter finden, als der jeweilige Trainer, der sich mit ihnen rumschlagen muss. Während sich die Muddis also – dank Botox – mit unverändertem Gesichtsausdruck echauffieren, steige ich auf mein Fahrrad und radele erleichtert ins Büro und arbeite noch ein bisschen. Distanz ist die Devise!
Aber dann – eines Tages im Sommer 2018 – kommt mir mein großes Muddi-Herz in die Quere: Für das anstehende Hockeycamp mit Zeltübernachtung wird noch ganz dringend eine freiwillige Mutter gesucht, 2 Papas waren schon am Start, nun fehlte … anscheinend ich!? Viele der Mütter hatten diese Betreuungs-Übernachtung schon in den Vorjahren übernommen, andere waren so kurzfristig schon verplant und die Taunus-Muddis … Ja, welche Taunus-Muddi würde denn freiwillig im Zelt übernachten? Und: Welche Taunus-Muddi kann zwischen Friseur-, Kosmetiktermin und Aufgabenzettel fürs Au pair Mädchen schreiben, denn 2!! Tage NUR fürs Kind da sein?
Und hinzu kommt: Lotti ist neu im Club, ich stehe fast nie jubelnd oder schimpfend am Spielfeldrand, und ich war mal bei den Pfadfindern, also im Zelt schlafe kann ich. Vielleicht wird es ja sogar ganz nett!?
Außerdem sind die Taunus-Eltern ja ganz bestimmt total gut organisiert und packen die Taschen der Kinder, ohne das irgendwas fehlt und irgendwelche Katastrophen vorprogrammiert sind, immerhin wissen diese Eltern ja auch schon jetzt in welchem Fach ihre (8 und 9 Jährigen!) Mädchen an der Uni promovieren werden!
Aber – es ist sehr traurig, aber auch maximal wahr – bei so viel Zukunftsplanerei ist es anscheinend nicht möglich, an – zum Beispiel – das Frühstücksgeschirr zu denken. 7 von 10 Kindern hatten weder Messer, Gabel, Teller oder Becher dabei. Mein nächster, unausgeschlafener Morgen startete also mit:  

Kind 01: Kerstiiiiin, ich habe keinen Becher (Nervenzusammenbruch) 

Kind 02: Kerstiiiiin, ich habe keinen Teller (Nervenzusammenbruch) 

Kind 03: Kerstiiin, ich habe keine Besteck (Nervenzusammenbruch) 

u.s.w. (und das trotz 5facher Erinnerungsmail!!) 

Ich habe das Hockeycamp dann aber – trotz aller Widrigkeiten – inklusive eiskalter Nacht und der Erkenntnis, dass Zelten als 12jährige Pfadfinderin irgendwie besser ist, als als 41jährige Muddi mit Bandscheibenvorfall, doch noch ganz gut überstanden. Trotzdem bin ich sehr froh, als wir – mit gepackten Taschen und Zelten – kurz vor der Abfahrt stehen … ich bin froh, bis: 

„Kerstiiiin, ich weiß nicht, wie ich nach Hause komme!“ 

„Wir treffen uns mit allen Eltern vorm Clubhaus, deine Mama soll um 15 Uhr da sein, ruf sie aber lieber nochmal an!“ 

„Kerstiiin, meine Mama hat gesagt, ihr sollt mich zu Hause absetzen, sie ist dann nämlich gar nicht in der Stadt!“

„Dann ruf deine Mama bitte nochmal an und sag ihr, dass das natürlich nicht geht und dass sie bitte wie besprochen –  und wie alle anderen – um 15 Uhr am Clubhaus sein soll!“

„Kerstiiin, das Handy meiner Mutter ist aus!“

Natürlich ist das Handy jetzt aus. Und natürlich ist es auch solange aus, bis wir das Mädchen zu Hause abgesetzt haben, wo uns im Übrigen eine nette Hausangestellt öffnet!

WARUM IST DIE NICHT ZUM CLUBHAUS GEKOMMEN? 

Und irgendwann meldet sich dann eine hörbar entspannte Mutter bei mir: 

„Ach wie toll, dass ist so nett, dass ihr meine Tochter nach Hause gebracht habt … mein Akku war leer und ich hatte keine Möglichkeit mein Handy aufzuladen (???)    aber im nächsten Jahr übernehme ich die Betreuung, …  dann Zelte ich da ….  blablabla!“ …  Und dann fragt sie mich, wann ich ihr denn den Impfausweis ihrer Tochter in den Briefkasten schmeißen könne …???

Und ich frage mich: „Was ist denn bei Euch nicht richtig im Kopf?“