Das Phänomen der „Verkrämpelung“

Auf dem Esstisch liegen: 9 Stifte, 3 mehr oder weniger ansehnliche selbstgemalte Bilder, eine Barbie, zwei kleine Autos, ein paar Lego-Teile, ein Haarreif. Jetzt gibt‘s aber Essen und wo wandern die ganzen Sachen hin? Na klar: in eine Krämpelkiste. 

Gedacht als provisorische Aufräumlösung mit dem festen Vorsatz, alles nachher wieder auseinander zu dividieren. Stichwort Überblick. Haha. In Wirklichkeit bleiben alle Sachen für immer und alle Zeit in dieser Kiste drin und etliches anderes Kuddelmuddel gesellt sich alsbald noch dazu. Überblick? Das ist lange lange her. 

Bei mir in der Wohnung gibt es diese Krämpelkisten an jeder Ecke. Ich muss nur einen Tag lang mal nicht ständig alles penibel wegräumen und schon hab ich den Inhalt für eine neue zusammen. Und dann kommt noch ein Ball dazu, und eine Fussballfahne, und leere CD-Hüllen, Puppenteile, Stofftiere, einsame Memory-Karten, … um das alles wieder in Ordnung zu bringen, müsste ich mir mindestens eine Woche Urlaub nehmen!

Das wird natürlich nicht passieren – also besser mit dem Sammelsurium an nicht zusammengehörenden Spiel-, Bastel- und Malsachen abfinden und auf den Überraschungseffekt setzen („Ach da ist sie ja wieder!!! Die Puppe von der Oma!“) 

Danke, liebe Krämpelkiste! 😉

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