Gewissensfrage

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Deine Tochter hat ein Lieblings“tuuuuuch“. Sie nimmt es überall mit hin, schlürrt es überall durch, schleift es auf dem Boden im Supermarkt, im Fahrstuhl, auf dem Straßen-Asphalt. Es ist an manchen Ecken schon ganz grau und seit gestern auch gesprenkelt (Schokoeis). Du kannst es dir schon gar nicht mehr angucken, weil du gedanklich nur Bazillen darauf rumspringen siehst.
Würdest du es ihr trotzdem mit ins Bett geben? Ich ja. 😫😫😫 Augen zu und durch – sie würde sonst einfach nicht einpennen 😝😝😝

Ps. Foto entstanden kurz nach einer Schnell-Wäsche. Für 20 Minuten konnte ich es tatsächlich mal entführen. Brauche unbedingt ein zweites….

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Statusmitteilung

Ohne Mami geht’s eben auch (!!!)

Ich bin auf dem Hessentag in Herborn, arbeite hier von Freitag bis Sonntag Nacht – und da fragen mich etliche Leute (zu 99,9% Männer) doch glatt, wie ich das denn mit meinen Kindern mache? Babysitterin?

Ähhhh…. Papa?!? Der ist doch auch noch da und schmeißt den Laden bestens ohne mich. Es scheint echt verbreiteter zu sein als befürchtet, dass Frauen Zuhause alles machen und die Männer sich schön aus der Affäre ziehen. 😩😩😩😩😩😩😩

Verzweifelt gesucht: Besinnliche Momente in der (dritten) Schwangerschaft

In meiner ersten Schwangerschaft lag ich manchmal einfach nur auf dem Bett und hab mich vor mich hingefreut. Ich habe mir die Spieluhr auf den dicken Bauch gelegt, Musik gehört und genossen. Ich ging zum Schwangerschafts-Yoga und -Aquafitness, war ständig auf dem Stepper, schnibbelte mir Obstsalate und trank Schwangerschaftstee. Kinder-Erste-Hilfe-Kurs, Geburtsvorbereitungskurs. Als es dann irgendwann losging, hatte ich praktisch alles erledigt und erlebt, was idealerweise zu einer Schwangerschaft dazu gehört.

Bei Schwangerschaft Nummer zwei wurden diese besinnlichen Momente schon rarer. Ich weiß noch, dass ich mich über jede „geschaffte“ Woche gefreut habe. Aber Zeit, nur auf der Couch zu liegen und sich gedanklich in Vorfreude zu wälzen, hatte ich nicht mehr – selbst die 10er-Karte beim Yoga habe ich nicht mehr vollbekommen.

Jetzt bin ich zum dritten Mal schwanger und die Zeit ist nur noch am Rasen. Hätte ich nicht meine App, die mich jeden Samstag erinnert – ich wüsste gar nicht, in welcher Woche ich bin. Ich war noch nicht 1x in irgendeinem Schwangerschaftskurs, auch andere sportliche Aktivitäten sind selten geworden.
Wenn ich abends im Bert liege, freue ich mich über jeden kleinen Tritt im Bauch – aber bevor ich mich in diese Baby-Vorfreude richtig reinlegen kann, bin ich schon erschöpft eingeschlafen.

Darum, Mädels, falls Ihr zum ersten Mal schwanger seid: Gammelt rum. Schlaft! Macht Sport oder worauf Ihr einfach Bock habt. Diese Zeit kommt nie wieder!

Pfeffer des Grauens

Zwei Minuten. Zwei pisselige Minuten. Nur so lang hat das Telefonat gedauert, dass ich wegen meines morgigen Reportage-Themas gehalten habe. Doch diese zwei pisseligen Minuten haben gereicht, dass sich meine Kinder den Pfefferstreuer geschnappt haben, ihn aufdrehten, auskippten, schön mit den Händen auf dem Boden verteilten und: sich die Hände in den Mund steckten.

Was ein Geschrei. Ein Geheule! Die Augen tränten, der Mund feuerrot. Schnell alles abspülen, etwas trinken und: einen Vanille-Joghurt mit Smarties runterlöffeln… Dass ich davon noch zwei hatte, hat mir wirklich den Arsch gerettet. Den Natur-Joghurt wollten sie sich in ihrem Schrei-Wahn nämlich partout nicht reinlöffeln lassen.

Danach war ich fix und fertig. Den Pfeffer hab ich jetzt erstmal weggesperrt!!!

Cytomegalie oder: Von der Unmöglichkeit, nicht den selben Löffel zu benutzen

Es liest sich ja wirklich unheimlich. Cytomegalie: Bis zu 1% aller Schwangeren infizieren sich mit diesem Virus, mit einer 40%igen Wahrscheinlichkeit überträgt es sich auf den Fötus. In den ersten sechs Monaten kann das für das ungeborene Kind lebensgefährlich sein… Horror.

In der letzten Schwangerschaft würd ich monatlich auf Cytomegalie getestet (im Rahmen einer Studie), jetzt kann ich nur noch Vorsorge treffen. Meine Frauenärztin trichtert mir immer wieder ein: Das Virus wird vor allem von Kleinkindern übertragen. Also nicht vom selben Teller essen oder das gleiche Geschirr benutzen.

Aber das ist einfach unmöglich! Essen ist bei uns manchmal ein: ich fütter dich / du fütterst den nächsten / du darfst von mir probieren / wir tauschen den Teller und vor allem: Mutti isst die Reste auf! Es wäre eine krasse Lebensmittelverschwendung, diese strickte Trennung durchzuziehen.

Und was ja noch viel Schlimmer ist: Theoretisch dürfte ich meine Kinder gar nicht mehr schmusen! Kein fröhlicher Begrüssungskuss, wenn ich meinen Sohn vom Kindergarten abhole. Kein feuchter Schmatzer von meiner Kleinen, bevor es ins Bett geht.

Sorry, darauf kann doch nicht neun Monate lang verzichten!!!