Frankfurt, 31 Grad?

Egal…. Hauptsache Anna und Elsa 😆

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Breaking Muddi-News: Bald sind wir zu zweit đŸ‘©đŸ»đŸ‘±đŸ»â€â™€ïž

Ich habe bei hr3 eine tolle Kollegin: Kerstin 😃, mit ihr habe ich auf der Arbeit immer einen Heiden Spaß! Kerstin ist 41, hat zwei „große“ Kinder (9 und 16), wohnt im Frankfurter Nordend, ist Reporterin, Redakteurin, Buchautorin, Sprecherin. Sie ist alleinerziehend, arbeitet Vollzeit, ist immer fröhlich, lustig, freundlich und dreht nach der Arbeit regelmĂ€ĂŸig ihre Jogging-Runden. Sie lacht viel und laut (genau wie ich 😆), macht mit ihren Kids die coolsten AusflĂŒge und ist vor allem immer mega stylisch angezogen. 😜 Sprich: Sie wĂ€re eine top Kandidatin, um bei diesem sensationellen Muddiblog mitzumachen.

Ich habe ewig darĂŒber nachgedacht, sie zu fragen… heute hab ich’s gewagt und so ist es gelaufen:

Also ab demnĂ€chst der hotteste Muddi shit mit Julia und Kerstin đŸ‘©đŸ»đŸ‘±đŸ»â€â™€ïž đŸ’ȘđŸŒđŸ˜‹ Vorstellung folgt.I freu mi! 😃

Ist ja schön, wenn meine 4jĂ€hrige ihren Namen schreiben kann…

Aber doch nicht auf meinem (geleasten!) Auto đŸ˜«đŸ˜«đŸ˜« !!! Heute unterwegs in Schwanheim fĂŒr mein Buchprojekt (111 Orte fĂŒr Kinder in Frankfurt, die man gesehen haben muss) – Kids mit dabei. Irgendwann als ich gerade das ganze Picknick-Arsenal in den Kofferraum verfrachtete, hörte ich nur ein komisches Kratzen. Ahhhhhhh!!! Mit nem Stöckchen aus dem Wald den Namen quasi IN mein Auto geritzt. Das gibt ne dicke Rechnung wenn der Leasingvertrag abgelaufen ist. 🙄

Da geht das Herz auf â€ïž

Hallo Hallöchen! Ich lebe noch! Und ich freue mich sehr darĂŒber 😁

Komme gerade aus dem Krankenhaus, Nebenhöhlen-Operation. Yes!!! Ich hab’s gepackt, ĂŒberstanden!!! Jetzt kann alles nur besser werden!

Die OP war unabdingbar, da ich seit Dezember 2016 permanent krank war. Damals hatte ich mich bei meinem Sohn mit Scharlach angesteckt. Unvergessen die Szene, als ich mit drei kleinen Kindern allein zuhause plötzlich 40 Fieber hatte und auf allen Vieren mit SchĂŒttelfrost durchs Wohnzimmer gekrabbelt bin….

Von da an nahm das Unheil seinen Lauf. Ich hatte im Schnitt einmal im Monat eine RachenentzĂŒndung/ MittelohrentzĂŒndung/ Nebenhöhlen.

Manchmal lagen nur drei „gesunde“ Tage zwischen den Krankheiten. Es war zum Ausrasten. Du wachst auf, schluckst und denkst: Verdammt, es geht schon wieder los!

Ich erinnere mich an Radiosendungen, in denen nach einer Stunde mein Hals anschwoll und ich dachte: „Gleich kriege ich keinen Ton mehr raus. Die Stimme haut ab!“ Ich hatte einen immensen Arbeitsausfall und sobald mir ein Job angeboten wurde, war mein erster Gedanke: Hauptsache, ich bin dann nicht wieder krank!

Ich saß stĂ€ndig beim Allgemeinarzt oder HNO. Die zahlreichen Abstriche ergaben immer Streptokokken, und zwar nicht zu knapp. Penicillin, Roxithromycin, Amoxywasweissichcillin… kein Antibiotikum schlug an. Ich habe Unmengen an Ibuprofen vertilgt, habe mit den schĂ€rfsten Sachen gegurgelt wie ein Weltmeister, morgens und abends Nasendusche gemacht und bin Expertin auf dem Gebiet der Halsschmerztabletten und Lutschbonbons. TatsĂ€chlich habe ich mittlerweile einen separaten Medizinschrank nur fĂŒr die Körperregion „Hals“.

Ich bin zum Heilpraktiker gelaufen, der mit allerlei NahrungsergĂ€nzungsmitteln fĂŒr viel Geld mein Immunsystem gepimpt hat, eine HNO-Ärztin empfahl, mich von meinen Kindern (Ansteckungsgefahr) möglichst fernzuhalten (geil oder?!?), ich hörte mir Theorien darĂŒber an, dass das vielleicht die Quittung dafĂŒr war, dass ich in der Schwangerschaft ein Antibiotikum genommen hatte und ich war schon drauf und dran, eine Mutter-Kind-Kur („du hast ja auch sooooo einen Stress! Das kommt bestimmt davon!!!“) oder eine Reha zu machen, bis ich dann endlich aufs MRT gelegt wurde und der wahre Grund sichtbar wurde:

Eine Nasenscheidewand so schief wie der Turm von Pisa – mit der Konsequenz, dass keine Luft durchkam, sich die Nasenmuscheln vergrĂ¶ĂŸert hatten und die Nebenhöhlen chronisch verdickt und entzĂŒndet waren. Ein EntzĂŒndungsherd par excellence, nur mit einer OP zu beheben.

Ja! Und die habe ich nun hinter mich gebracht. Zwei Tage Krankenhaus, zwei bis drei Wochen keine Anstrengungen. Was muss, das muss! Die Kids sind alle verteilt, kommen zu unseren Eltern oder Schwiegereltern oder werden von unserem Au Pair betreut.

Ich bin einfach nur happy, dass ich nach der Vollnarkose wieder aufgewacht bin und diesem ganzen ErkĂ€ltungs-Desaster nun endlich und hoffentlich ein Ende gemacht wird. Juhu!!!! 😃

Gegendarstellung

Vor gut einem Jahr habe ich hier einen Artikel veröffentlich, der nach wie vor zu den meist gelesenen und meist kommentierten gehört: Unser Au Pair – das Desaster des Jahrhunderts. 

Vor wenigen Tagen kam ein Kommentar, den ich hier gerne prominenter platzieren möchte, weil er die andere Seite der Medaille zeigt und damit wirklich sehr interessant ist. Voilà:

Ich stelle mich erstmal vor: Mein Name ist Tsoa und ich komme auch aus Madagaskar.

Ich war ein Au-Pair-MĂ€dchen in Deutschland 2015, und ich bin bisher immer noch im Kontakt mit meiner Gastfamilie. Ich mach eine Ausbildung als Krankenschwester und nach mein Au Pair Jahr haben sie noch ein Au Pair aus Madagaskar genommen. Also das war eine gute Erfarhung. Das MĂ€dchen bleibt bei der Familie denn sie macht ein Studium. Also das war eine gute Erfahrung von beide Seiten.

Wenn ich hier bin das ist nicht zum Beschwerden, sondern fĂŒr Sie handeln warum wir so kommich fĂŒr die Deutschen. Ich war schon mal wie Faniry als ich hier als erstmal gekommen bin. Ich möchte sagen, dass ich Faniry nicht kenne.

Madagaskar gehört den armsten LÀnder in der Welt das wird von Tag zu Tag schlimmer seit 2009 wegen Korruption und politische InstabilitÀt. Das Land befindet sich in einer Krise.

So wie die Armen Leute sind, bleiben wir bei Gott. Wir hoffen, dass unsere UnterstĂŒtzung dem Gebet dient – und warum der biblische Austausch besser ist als das Teilen andere sachen. Und wĂ€hrend wir uns den WORTEN zuwenden Bleiben Gott treu, bleiben die meisten MĂ€dchen Jungfrau, bis sie Ihre Ehe gefunden wird. Wiel heirten zwichen 18-25 Jahre. Deswegen nutzen wir auch Binden wenn wir unsere Period haben. Tampons lohnt sich dann nicht.

Da man keinen Sex hat, ist es schwierig, Dann bekommen wir schmerzen jeden Monat.

Nicht jedes Haus hat Internet, aber Facebook kostet fast gach nicht deswegen haben wir Freunde (die meisten ab 200) denn es ist einfach fĂŒr uns zu kommunizieren. Ja, wir können telefonieren, aber ich spreche von sozialen Netzwerken. Ihr könntet aber sagen (so war auch bei mir) dass Ihre möchtet nicht ein Bild von den Kindern im Facebook gepostet.

Wir sollen schon bevor wir einreisen Deustch sprache lernen, damit wir das Visum bekommen (es wird immer schwierig hab ich gehört) aber die Unterricht sind von Madagassich Lehrer mit Madagassich akzent und in Deutschland haben wir am anfangen , Probleme die Sprache zu verstehen. Einfach nur weil die Deutschen reden mit deutsch akzent und die sprache ist auch schwierig fĂŒr uns. Wir sind es gewohnt, auf Französisch reden.

Ich folgere daher, warum sie nichts zu ihrer Ankunft nichts gesagt hat. DarĂŒber hinaus lassen wir zum erstmal unsere Familie und unsere Heimat, wir fliegen zum erstmal mit dem Flugzeug weil fliegen kostet teuer. In all diesen FĂ€llen sind die Emotionen vorĂŒber: traurig weil wir verlassen unsere Familie die wir nicht wissen, wann wir uns wiedersehen werden. Aber auch der Traum wird RealitĂ€t: fliegen und die Angst davor, sich v*erlieren wĂ€hrend der Reise.

Wir fliegen ca11 Uhr und das ist schwer, und nach dem Flug sind wir mĂŒde aber auch aufgeregt wie die Gastfamilie aussieht. Deswegen sagen wir gach nicht, aber es ist alles in unserem Kopf.

Handy gehört zu unserem Bestfreund denn Eltern, machen sorge und Freunde Fragen wie toll Deutschland ist. Die sind alle verbunden im Facebook und möchten alles wiessen was hier los ist. 

Es ist schon dunkel um 18 Uhr in Madagaskar und Unsicherheit ist sehr gefĂ€hrlich. Dies ist der Hauptgrund, warum junge MĂ€dchen zu Hause bleiben und nicht auf das Wesentliche gehen. NatĂŒrlich gibt es auch viel AktivitĂ€t aber nĂŒr fĂŒr die Leute die es leisten können. Also wir bleiben ruhig zu Hause.

Ich denke, dass Au Pair World ein gut Website ist, aber nur fĂŒr die Familie, die vorher schön Au Pair haben und wissen was diese Program bedeutet. Manche Agentur sind sehr gut fĂŒr „anfanger“ und die helfen die Gastfamilie Psychologisch wie sollen sind denn gut gehen mit dem Au Pair. NatĂŒrlich kostet die Anmeldung und die Beratung rund 280 Euro fĂŒr jede Familie und nicht jeder kann es bezahlen 🙂

Jedenfalls sind nicht alle MĂ€dchen aus Madagaskar so, und jeder ist anders. Aber eine paar Familie sind trozdem dankbar und zufrieden, viel bleiben bei der Familie egal ob wir billige fachkraft, babysitting und puztfrau, oder einfach dass wir angst haben unsere Visum zu verlieren weil es schwer ist.  

Danke

Freu! Ich schreibe ein Buch! đŸ˜ƒđŸ“˜

Sensationell: Mein Blog taugt nicht nur dazu, ordentlich Muddi-Dampf abzulassen 😉 sondern auch, um fĂŒr ein saucooles Buchprojekt aufgegabelt zu werden! 

Ein Agent aus MĂŒnchen hat mich gefragt, ob ich den ReisefĂŒhrer „111 Orte fĂŒr Kinder in Frankfurt, die man gesehen haben muss“ schreiben möchte. FĂŒr Berlin und Hamburg seien sie schon erschienen / in der Mache, fehlt halt nur noch die absolute Kultstadt Frankfurt! 😆

Ich habe natĂŒrlich hin- und herĂŒberlegt: Drei Kinder und beruflich mal zwischen 60 und 120% eingespannt…. pack ich das ĂŒberhaupt? Ist schon ein Riesen StĂŒck Arbeit, die PlĂ€tze zu recherchieren, zu besuchen, zu fotografieren, Infos einzuholen, die Fotos auszuwĂ€hlen, zu bearbeiten und dann halt noch die Texte zu schreiben. Aber was soll‘s, ich hab da einfach Bock drauf! Ich liebe Frankfurt, bin mit meinen Kids eh stĂ€ndig unterwegs! Ich mach‘s! Die Kids könnt ich hin und wieder ja auch mitnehmen. 

Und so bin ich seit ein paar Wochen immer mit meiner (neuen! geilen!!!) Kamera unterwegs und radele zwischen Kinder-Wegbringen und Radiosendung durch Frankfurt. Immer auf der Jagd nach den tollsten und skurrilsten PlĂ€tzen fĂŒr Kinder. 

Sobald das Buch erscheint, sag ich natĂŒrlich Bescheid! Und falls Ihr einen Ort habt, der unbedingt rein muss: Immer her damit, ich freue mich ĂŒber Input! 😍

Betreuung gesucht – Glauben an die Menschheit verloren

Im Moment gibt es fĂŒr mich nur ein Thema: Wie soll es hier weitergehen, wenn unser jetziges Au Pair irgendwann wieder geht? Wir haben keine Großeltern in der NĂ€he, wir arbeiten lange oder Schicht oder auch mal fĂŒr ein paar Tage im Ausland. Der eine Kindergarten schließt um 17 Uhr, der Platz bei der Tagesmutter ist bis 15.30 Uhr.

How the **** soll man das bitte schaffen?!?! Geht gar nicht!!! In meinen schlimmsten TrĂ€umen sehe ich mich schon als Hausmuttchen verkĂŒmmern, mich nur noch um den Haushalt kĂŒmmern, nie Dankbarkeit erfahren, den Mann abends schlecht gelaunt empfangen,… Studium, Ausland, Volontariat,… alles fĂŒr die Katz, weil es einfach unmöglich ist, die Kinder vernĂŒnftig betreut zu bekommen!!!

In jeder freien Sekunde hĂ€nge ich darum am Smartphone – betreut.de, aupairworld, Facebook, watweissich… Auf der Suche nach Nannies, TagesmĂŒttern etc. Eigentlich wollte ich aus PlatzgrĂŒnden nicht noch ein Au pair Jahr wagen, aber vor lauter Verzweiflung bin ich kurz davor, dem freiwerdenden Zimmer wieder Hasta la Vista zu sagen.

Mit einem Au Pair holst du dir zwar die Katze im Sack aber hast im Idealfall das ‚Rundumsorglospaket‘ – egal wie du arbeitest, das Au Pair ist nur fĂŒr deine Kids da, kann bringen und abholen, betreut auch bei Krankheit (nur bei leichter, don‘t worry, ganz so Rabenmuddi bin ich auch nicht), hilft auch im Haushalt mit.

Eine Nanny wĂ€re ein Traum – bei meinen unregelmĂ€ĂŸigen Arbeitszeiten aber quasi unmöglich, eine „exklusiv“ zu kriegen. Es sei denn, du legst so viel Geld auf den Tisch, dass du eigentlich auch gleich Zuhause bleiben kannst.

Babysitter ist mir zu unsicher, ich habe eine Woche im Monat SpĂ€tdient, sitze im Radio-Studio und kann nicht weg – da brauche ich jemanden, der absolut verlĂ€sslich meine Kids abholt und mir nicht zwei Stunden vorher eine Whatsapp schreibt, dass ja morgen eine Matheklausur ansteht und deswegen heute doch nicht geht…

Ich habe so viel Energie damit verballert, eine Betreuung zu finden – und bin immer wieder vom Glauben abgefallen, wie unzuverlĂ€ssig die Menschen sind. Ein paar traurige Beispiele:

  • Ich starte mit dem Anruf bei einer Tagesmutter, die schon vor Jahren bei uns ausgeholfen hat. Ob sie sich das mit meiner Schicht vorstellen könnte. Ja klar, könne sie, sie habe noch KapazitĂ€ten! Wir laden sie zum FrĂŒhstĂŒck ein, legen alle Fakten auf den Tisch, ĂŒberlegen hin und her, wie wir es ihr möglichst einfach machen können. Als sie geht, haben wir das GefĂŒhl: that’s it! Geil, war das easy! Dummerweise hören wir wochenlang gar nichts mehr von ihr. Keine Reaktion per whatsapp, Anrufe nimmt sie nicht ab. Irgendwann schreibt sie: Sie war im Krankenhaus. Bronchitis. Und zwei Wochen spĂ€ter: Sie könne doch nicht, sie habe jetzt eine RĂ€umlichkeit fĂŒr insgesamt fĂŒnf Kinder bekommen. Davon habe sie uns doch erzĂ€hlt, oder nicht? Ähhhh. Nein, natĂŒrlich nicht.
  • Ich rufe beim Stadtschulamt an bzw der „Kinderfrauvermittlung“. Ach, abends? Da gĂ€be es quasi niemanden, der arbeiten will. Ich könne mich aber noch mal melden. Wunderbar.
  • Ich erstelle ein Profil von uns auf „erstekinderbetreuung.de“ – Majeb (Namen alle geĂ€ndert) schreibt mich an. Wow, sogar eine qualifizierte Tagesmutter! Um zurĂŒckzuschreiben, muss ich Prime-Mitglied werden und entsprechend löhnen. Egal, mach ich! Könnte das gleich der große Wurf sein? Wir schreiben kurz hin und her. Ja, sie habe Interesse, alles super, sie sei nur gerade unterwegs und melde sich spĂ€ter. Ja, sehr viel spĂ€ter offensichtlich. Bisher ist nĂ€mlich nichts mehr gekommen…
  • Auch auf betreut.de ist ein Profil von uns. Ich bekomme etliche Bewerbungen und werde natĂŒrlich auch sofort Prime-Mitglied fĂŒr noch mehr Kohle. Nicht dran denken, ist ja eventuell eine gute Investition in die Zukunft! Als erstes schreibt mir Svetlana. Ich melde mich zurĂŒck und schicke ihr meine Telefonnummer – sie ruft aber nicht an, sondern schreibt noch einmal: Wir hĂ€tten da etwas von Minijob geschrieben, sie kĂ€me aber nicht unter 1000 Euro. Sie sei in RumĂ€nien… mindestens 1000 Euro und sie kĂ€me nach Deutschland. ach so…
  • Das Profil von Ines Z. klingt eigentlich super. Gleicher Stadtteil, ehemals Au Pair, aus Spanien, mit 10 Euro echt bezahlbarer Stundenlohn. Sie schreibt mich an, ich schreibe mit Telefonnummer zurĂŒck. Sie schreibt: Ich rufe morgen an. Als das „Morgen“ auch eine Woche spĂ€ter noch nicht eintritt, schreibe ich zurĂŒck: „Schade, dass Sie sich nicht gemeldet haben.“ Sie: „Ich war sehr krank“. Aha. Bei ebay Kleinanzeigen konnte sie wĂ€hrend dieser schweren Krankheitsphase aber noch zigfach ihr Profil posten.
  • Guyiena schreibt mich an, ich rufe sofort zurĂŒck. Sie sei Tagesmutter, habe noch Platz, auch fĂŒr drei, alles wunderbar. Nach 20 Minuten nettem, freundlichem, hoffnungsvollem Telefonat: Ach, erst ab August? Das habe sie ĂŒberlesen… das ginge dann doch nicht. Oh no!
  • Edwina bewirbt sich, sie bekommt sofort meine Handynummer – und das war’s dann auch schon wieder. Never heard anymore!!!!
  • Edda N. klingt perfekt: Ältere Dame, gleicher Stadtteil, 15 Euro Stundenlohn etwas viel, aber egal: Mittlerweile bin ich zu einigem bereit. Wir schreiben sie an, sie schickt uns ihren Lebenslauf zu, wir sagen: top, hier unsere Handynummer! Drei mal dĂŒrft ihr raten, ob sie sich gemeldet hat…
  • Merkeb aus Erithrea bewirbt sich auf unser Gesuch. Super freundliches Profilbild, wir telefonieren sofort, klĂ€ren einige Details. Ihr Deutsch ist mĂ€ĂŸig, aber sei’s drum! Ich treffe mich mit ihr vor meinem Dienst in einem Cafe. Noch bevor unser Kaffee kommt, merke ich: Das wird nichts. Sprachkenntnisse, Auftreten – wenn meine Tochter richtig Gas gibt, kann dieses arme MĂ€dchen einpacken! Als sie mir dann auch noch erzĂ€hlt, dass sie tĂ€glich bis 17 Uhr Sprachkurs hat (ich aber geschrieben hatte, dass ich ab 15.30 Uhr jemanden brauche), bin ich kurz davor, einfach alles stehen und liegen zu lassen und abzuhauen. Ab ins Mauseloch! Ich trinke aber noch brav aus und verabschiede mich dann freundlich. Die Nerven liegen blank. 
  • Alexandra bewirbt sich – ich schicke ihr meine Handynummer und höre nie wieder von ihr.
  • Ich rufe noch mal beim Stadtschulamt an. Immer noch keine Kinderfrau, die abends arbeiten möchte. Obwohl: Eine gĂ€be es schon, aber die tue immer nur so, als wolle sie arbeiten. Wenn es dann konkret wird, mache sie immer einen RĂŒckzieher. Na Danke!
  • Irgendwann: ein Lichtblick! Soumiana schreibt mir auf meine Anzeige bei ebay Kleinanzeigen. Wir schicken uns unsere Nummern und schaffen es auch tatsĂ€chlich, uns irgendwann zu erreichen. Sie klingt super nett! Sie schickt mir ihren Lebenslauf zu, da steht: drei eigene Kinder, ganz viel Erfahrung mit Kinderbetreuung und Haushaltshilfe. Ich treffe mich mit ihr nach meinem Dienst, nehme meine 1 1/2jĂ€hrige gleich mal mit. Sie kommt aus Bad Homburg angereist (30km Vorort), daher Schwamm drĂŒber, dass sie in der Drive Time 25 Minuten zu spĂ€t kommt. Das erste GesprĂ€ch ist total nett. Eigentlich alles super… nur frage ich mich: Wird die Fahrerei nicht irgendwann zu nervig? Hat sie da WIRKLICH Lust drauf oder geht es ihr nach zwei Monaten total auf den Keks und wir stehen dann wieder alleine da? Eine Woche spĂ€ter gleich das zweite Treffen, diesmal mit meinem Mann. Wenn es gut lĂ€uft, wollen wir gleich alles dingfest machen. Sie kommt wieder 30 Minuten zu spĂ€t. Parkplatzsuche. Ok, ist schwer in Sachsenhausen, nicht drĂŒber nachdenken. Wir essen zu abend in einem Restaurant. Sie erzĂ€hlt, dass eine ihrer Töchter erst sieben ist. Sieben?!? Das hat sie im ersten GesprĂ€ch garantiert nicht erzĂ€hlt. Das hĂ€tte ich mir sowas von gemerkt. Als sie geht, haben wir immer noch dieses Fragezeichen: Hat sie da WIRKLICH Bock drauf? Sie sagt zwar zu allem ja, aber irgendwie springt der Überzeugungsfunke nicht ĂŒber. Nach ein paar Tagen rufe ich sie an: Sie solle sich bitte BITTE noch eine Nacht alles ĂŒberlegen und mir BITTE morgen eine klare Nachricht schicken. Egal, in welche Richtung sie geht – lieber jetzt eine Absage als in zwei Monaten. Bitte, sage ich, es ist mir total wichtig, diese Nachricht morgen von Ihnen zu bekommen – ich sei besorgt, dass ihr die Fahrerei zu viel wĂŒrde… Was soll ich sagen. Es kommt KEINE Nachricht. Ich bin fast froh drum – weil ich jetzt Gewissheit darĂŒber habe, dass ich mit dieser Frau eben KEINE Gewissheit habe. Ich schreibe ihr am ĂŒbernĂ€chsten Tag, dass ich es schade finde und ihr Alles Gute wĂŒnsche. Sie schreibt, sie war im Krankenhaus bis 18 Uhr (diese Krankenhaus-Story scheint irgendwie gern genommen zu sein), sie wollte halt noch ĂŒberlegen und eigentlich sei die Fahrt kein Problem, aber die Fahrkosten könnten schon irgendwann ein Problem sein…  ich komme aus dem KopfschĂŒtteln bei dieser ganzen Sucherei gar nicht mehr raus.
  • Ich poste bei Facebook in allen möglichen Gruppen – in der fĂŒr „TagesmĂŒtter Frankfurt“ ernte ich gleich klugscheißerische Kommentare, dass ich doch mal ĂŒber ein Au Pair nachdenken könnte. Ach echt? Danke, fĂŒr diesen erhellenden Tipp!
  • Bei betreut.de wurde mir gleich NOCH ein Premiummonat abgebucht. Diese dĂ€mlichem Abos!!! Reingefallen!
  • NatĂŒrlich bin ich parallel in etlichen Au Pair Foren am Schauen – und auch, weil ich einfach keine ZEIT mehr habe, mich dieses Betreuungs-Dramas anzunehmen, haben wir nun Butter bei die Fische gemacht und glĂŒcklicherweise ein ganz tolles Au Pair fĂŒr Sommer gefunden. Ich hatte sie schon lĂ€nger im Auge, es stimmt einfach alles (aus Honduras, 23, schon alleine gelebt, Jobs gehabt, rumgereist…) aber die Sehnsucht nach dem vierten Zimmer hatte mich noch etwas gezĂŒgelt. Jetzt ist das Thema aber wirklich durch… sprich: 

Ein Jahr Au Pair machen wir noch und ich werde berichten!!! Das Thema Nanny ist damit auf Sommer 2019 verschoben 😆

     

     

     

    Wenn Muddi SpĂ€tdienst hat…

    …dann weiß ich schon, wer nach dieser Woche fix und fertig ist!

    Mindestens eine Woche im Monat bin ich erst um 21 Uhr zuhause. Rein theoretisch geht das alles und rein theoretisch könnte das sogar ganz entspannt sein: Ich lasse die Kids morgens so lange schlafen wie sie mögen, wir frĂŒhstĂŒcken zusammen und es darf noch ne extra Runde im Wohnzimmer getobt werden. Erst am Vormittag bringe ich sie zur Tagesmutter bzw. in den Kindergarten (nicht ohne noch 100x darauf hinzuweisen, dass ich heute Abend nicht da bin und sie sich bitte lieb zu unserem Au Pair sind), schlendere zum Supermarkt, koche fĂŒr den Abend vor und am Nachmittag dĂŒse ich auf die Arbeit. Hier kann ich mich 100%ig konzentrieren (…), unser Au Pair holt alle Kids ab, betreut sie so lange, bis mein Mann nach Hause kommt und wenn ich um 21 Uhr dazustoße, schlafen alle oder hauchen nur noch ein leises „Mama, ich hab dich lieb“, bevor sie wegschlummern… ja ja. Die WunschtrĂ€ume einer SpĂ€tschicht-Muddi!

    Ich hatte diese Woche so eine SpĂ€twoche und es ging drunter und drĂŒber. Ich bin ein Wrack! Total erledigt! Fertig! Gereizt!!!

    Mein Mann war blöderweise drei Tage auf Dienstreise, also musste ich mich auch nachts um alle drei Kinder kĂŒmmern und ja, sie melden sich! Jede Nacht! Eines Morgens waren zwei von dreien schon um fĂŒnf Uhr wach. Ich dachte, ich drehe durch…

    Der Vormittag war auch nicht so entspannt wie in der Theorie, schließlich steht ja auch noch sowas wie Kinderzahnarzt an (zwei Stunden! FĂŒr EINEN Zahn! Da berichte ich noch mal gesondert drĂŒber), oder die U9 oder irgendwelche anderen Arzttermine. Irgendwann kam dann auch noch der Anruf vom Kindergarten: Hallo Hallo Hallööööchen! Abholen! Kind krank! ahhhhhhhhh!

    Die Magen-Darm-Wasserstandsmeldungen, die wĂ€hrend der Schicht auf meinem Handy landen, sorgen auch nicht gerade dafĂŒr, dass der Stresspegel sinkt… . Ich hatte fĂŒr jeden Abend ein Betreuungs-Back-Up organisiert (Eltern, zufĂ€lligerweise gerade in Frankfurt / Tagesmutter / …), aber fĂŒr die Kids ist das natĂŒrlich einfach blöd, nicht von Mama oder Papa ins Bett gebracht zu werden. An einem Abend kam ich nach Hause und es war einfach nur high life. Alle am brĂŒllen und heulen, „ich will zu Papaaaaaaaaaa“ ….

    Wie machen das erst die Mamas und Papas, die bis 24 Uhr im Supermarkt an der Kasse sitzen mĂŒssen? Oder sogar Nachtdienste schieben? Als Krankenschwester, Arzt, Polizist, whatever??!?! FĂŒr all die ist es echt einfach nur obermonstermega nervig, dass die KindergĂ€rten in Deutschland um 17 Uhr schließen… ein Runde Mitleid fĂŒr alle SpĂ€tschicht-Muttis!!!

     

    Warum es sich lohnt, dein Kind ab und zu zu kĂ€mmen đŸ˜Ź

    Weil es dann in diesem Video nicht ganz so strubbelig aussieht 😜 

    Hier seht Ihr ein Projekt, bei dem ich mit meinen Kids mitgemacht habe und das nun fĂŒr den Deutschen Integrationspreis nominiert ist: Family Playdates fĂŒr Menschen mit und ohne Fluchtgeschichte. 

    Vor 1 1/2 Jahren haben wir gestartet und darĂŒber eine super nette Familie aus Syrien kennen gelernt. Das Projekt fand ich als 3fach Mama super: Ich wollte unbedingt etwas tun, wollte das Zusammenleben und die Integration unterstĂŒtzen, hatte mit Job und Kids aber einfach keine Zeit. 

    Über das Projekt haben wir (und andere Frankfurter Familien) einen „Match“ bekommen: Eine FlĂŒchtlings-Familie mit Kindern etwa im gleichen Alter. Die Eltern, Ahmad und Amira sind super, die Kids haben sofort connected, zusammen gespielt, bei uns Erwachsenen war es aufgrund der Sprache natĂŒrlich einen Ticken schwieriger. 

    Ich kann nicht behaupten, dass wir uns stĂ€ndig treffen – im Schnitt vielleicht alle drei Monate, aber es ist immer wieder schön und bereichernd!

    Am Anfang mussten wir viele Anfragen von Ahmad zeitbedingt absagen. Mittlerweile ist es andersrum. Die Familie hat stĂ€ndig Termine, Kindergarten, FĂŒhrerschein ,… was natĂŒrlich super ist. Wie sagte Ahmad letztens am Telefon: „In Syria immer Zeit. In Deutschland: nix mehr Zeit“ 😊😍😉

    UnterstĂŒtzen könnt Ihr das Projekt hier

    Im Schlafanzug in den Kindergarten. I did it đŸ˜†

    Morgens rast die Zeit einfach. Schwups ist es schon viertel vor 9 und wir mĂŒssen dringend los, um es noch rechtzeitig zum Morgenkreis zu schaffen (denn danach ist die TĂŒr zu und man darf 30 Minuten nicht rein).

    Also: Zeit abknapsen, wo es noch möglich ist. Ein bisschen Schminke fĂŒr die Mutti? Dauert zu lang, also Zombie-Look. Haare waschen? Zeitfresser hoch zehn! Zur Not eben ne hĂ€ssliche MĂŒtze. Und wenn alles nichts mehr hilft, wie heute: Einfach die Kids im Pyjama wegbringen.

    Ich hatte das GefĂŒhl, gar nicht sooooo viele erstaunte Blicke geerntet zu haben…. vermutlich abgelenkt… von der hĂ€sslichen MĂŒtze 😜

    Display des Grauens 


    Nicht wahr? 🙄

    Wenn mich jemand fragt, was am Mama-Sein am meisten an den Nerven zerrt, ist es das: Die stĂ€ndige Abrufbarkeit. Nicht nur bedingt durch die Kids selbst, die alle gleichzeitig nach dir rufen, unbedingt gerade JETZT einen (angesabberten) Luftballon aufgepustet bekommen möchten, egal ob du gerade mit Wickeln oder anderen deutlich zeitkritischeren Dingen beschĂ€ftigt ist…

    Es geht vielmehr darum, dass man auch fĂŒr das ganze Drumherum stĂ€ndig im Standby-Modus stehen muss. Die Kids machen morgens Drama beim Anziehen, wer wird angerufen? Die Muddi (die gerade beim FrĂŒhdienst im GroßraumbĂŒro sitzt)! Einer kotzt, muss vom Kindergarten abgeholt werden, welche Nummer wird als erstes gewĂ€hlt? Richtig! Mit Kindern musst man sein Handy im Grunde permanent im Blick haben und irgendwie immer auf dem Sprung sein (abgesehen von den 100 Orga-Whatsapp, die man jeden Tag aufs Neue schreiben muss…).

    Ich habe letztens mit einer sehr coolen Kollegin darĂŒber gesprochen (2fach Mama, sie und ihr Mann arbeiten beide voll) und sie meinte: „Ich gehe einfach nicht mehr ans Telefon. Allen, die meine Kinder betreuen, sage ich: Ruft mich nur an, wenn ihr ins Krankenhaus mĂŒsst. Alles andere will ich nicht wissen!“ 😆

     

    Die absolut ekelhaftesten Dinge, die Dir mit Kindern passieren können. Top 3. 

    Als ich letztens sah, wie meine 1 1/2 jĂ€hrige Tochter den Abflussgulli aus dem Waschbecken nahm und genĂŒsslich abschleckte (uaaaaahhhhh) ist mir wieder diese herrliche Top 3 eingefallen. Schon seit Ewigkeiten geschrieben, aber aus Angst, bei Euch WĂŒrgreize auszulösen, noch nicht veröffentlicht…. jetzt ist es aber mal an der Zeit! 😉

    Also: Achtung, es wird gruselig, Ihr werdet „Iiiiiiiihhhhh!!! Wie wiiiiiiderlich!!!“ schreien und Euch vielleicht nicht trauen, weiterzulesen….

    Platz 3: In der hintersten Ecke Deines KĂŒhlschranks findest du etwas, an das zu dich schon gar nicht mehr erinnern kannst. Eine Portion Nudeln! Vor Unzeiten gekocht, aufbewahrt, vergessen und natĂŒrlich mega vergammelt. Sofort schmeißt Du sie weg. Nur: Dein kleines Kind holt es nach kurzer Zeit aus dem MĂŒlleimer wieder raus. GrĂŒne Nudeln? Geil! Pesto!!!! Und ab in den Mund damit. BÀÀÀÀhhhh!

    Platz 2: Eigentlich ein Kardinalsfehler mit kleinen Kindern im Haus: Die KlobĂŒrste NEBEN das Klo zu stellen. Und so passierte bei Verwandten von uns, was sich kein Erwachsener vorzustellen vermag: DreijĂ€hrige Tochter schnabbt sich die KlobĂŒrste und TRINKT das dazugehörige KlobĂŒrsten-Wasser. Oh mein Gott!!! (Und das krasse: unbeschadet ĂŒberstanden…)

    Platz 1 (diese Geschichte scheinen vor allem MĂ€nner irgendwie gar nicht auszuhalten): Eine Freundin von mir macht PedikĂŒre. Sie hobelt sich dabei die Hornhaut ab, die sich nun auf dem Badezimmerboden befindet. Tja… und dann kommt ihr zweijĂ€hriger Sohn und denkt: „Ooooooooohhhhh, Puderzucker!!!“ Und naja, Ihr wisst schon… Enjoy your meal!!!! đŸ˜«đŸ˜«đŸ˜«

    (Na, lebt Ihr noch?)